Radeln Sie sich fit

Radeln gehört zu den beliebtesten Sportarten und das Fahrrad zu den vielseitigsten Sportgeräten. Denn es ist überall und unter verschiedensten landschaftlichen Gegebenheiten einsetzbar und für Jung und Alt gleich gut geeignet. Als Spinning hat es die Fitness-Studios erobert und ist somit auch noch wetterunabhängig geworden. Es eignet sich hervorragend als Ausdauertraining und als Training gegen Übergewicht und Bewegungslosigkeit.

Der Kick beim Tritt in die Pedale

Radeln stärkt die Kondition und die allgemeine Verfassung. Es trainiert nicht nur die Beinmuskulatur, sondern auch die des Bauches, der Füße, der Arme und des Beckens. Lunge, Herz und Kreislauf werden gekräftigt, der Stütz-und Bewegungsapparat gleichzeitig entlastet. Es ist also auch für Personen geeignet, deren Beweglichkeit eingeschränkt ist. Weil auf dem Bike quasi der ganze Körper in Wallung gerät, werden reichlich Glückshormone ausgeschüttet. Dazu trägt sicher auch bei, dass es Fettpölsterchen an Po, Hüfte und Schenkeln schmelzen lässt, gegen Cellulitis hilft und Krampfadern vorbeugt.

Strampeln nach Plan

Um etwas für die Gesundheit zu tun, muss man nicht gleich wie die Profis der Tour de France in die Pedale treten. Schon die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz oder Urlaubs- und Wochenendtouren verbessern die Kondition.

Neueinsteiger sollten es auf jeden Fall langsam angehen lassen. Sonst droht ein böser Muskelkater. Aber innerhalb von etwa drei Wochen können auch Untrainierte mit ihrem Stahlross auf Touren kommen. Regelmäßig drei mal pro Woche muss man dafür allerdings schon in die Pedale treten. Ganz wichtig dabei: Die ersten fünf Minuten locker einradeln, damit sich die Muskeln aufwärmen.

In der ersten Woche sollten nicht mehr als 20 Minuten im Sattel verbracht werden. In der zweiten können es dann schon drei mal 40 und in der dritten 60 Minuten pro Trainingstag sein.

Die richtige Ausrüstung

Fahrräder gibt es in allen Preisklassen. Wichtig ist vor allem, dass sie gut gewartet und verkehrssicher sind. Um gesund zu sitzen, sollte man auf einen gut gepolsterter Sattel (zum Beispiel mit Gel) mit einer vollen Sitzfläche achten. Eine aufrechte Haltung oder häufigeres Wechseln der Sitzposition sowie regelmäßige Pausen wirken Taubheitsgefühlen und Schmerzen in der Gesäß- und Genitalebene vor. Einen Helm zu tragen, ist keine Pflicht, dient aber der persönlichen Sicherheit. Außerdem ist es ein Vorbild für Kinder, für die Helme einen unabdingbaren Schutz darstellen.

Wohlfühlen beim Trainieren lautet die Devise

Wer sich an dieses Start-Programm hält und konsequent weitertrainiert, wird schnell merken, wie viele Vorteile sich so erstrampeln lassen. Aber nicht vergessen: Sich wohlfühlen beim Trainieren lautet die Devise. Am besten lässt es sich am Puls feststellen, ob man sich mit dem Radeln auch nicht übernimmt. Die Grundregel für Trainingsfahrten im perfekten Pulsbereicht lautet: 220 minus dem Lebensalter minus 30 Prozent. Eine 30-Jährige sollte mit ihrem Trainingspuls also etwa auf 130 kommen.

Aktualisiert: 12.04.2012

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