Radfahren zum Kalorienverbrauch

Frau beim Fahrradfahren © istockphoto, mikkelwilliam

Radfahren zählt zu den beliebtesten Sportarten und das Fahrrad zu den vielseitigsten Sportgeräten. Denn das Farrad ist überall und unter verschiedensten landschaftlichen Gegebenheiten einsetzbar und für Jung und Alt gleich gut geeignet. Radfahren eignet sich hervorragend als gelenkfreundliches Ausdauertraining. Darüber hinaus ist Radfahren mit einem Kalorienverbrauch von 500 kcal pro Stunde auch ideal zum Abnehmen.

Radfahren: Kondition und Abnehmen

Es gibt viele Gründe, die für die regelmäßige Bewegung mit dem Fahrrad sprechen:

  1. Radfahren stärkt die Kondition und die allgemeine körperliche Verfassung.
  2. Radfahren trainiert nicht nur die Beinmuskulatur, sondern auch die des Bauches, der Füße, der Arme und des Beckens.
  3. Lunge, Herz und Kreislauf werden gekräftigt. 
  4. Der Stütz-und Bewegungsapparat wird beim Radfahren entlastet, da der Großteil des Gewichts auf dem Sattel liegt. Es ist also auch für Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit geeignet.
  5. Durch die Bewegung an der frischen Luft werden während dem Radfahren Glückshormone ausgeschüttet. Doch auch nach dem Training sorgt es für gute Laune, wenn die ersten Fettpölsterchen an Po, Hüfte und Schenkeln schmelzen, Cellulitis verschwindet und keine neuen Krampfadern mehr entstehen.
  6. Der Kalorienverbrauch beim Radfahren ist in etwa vergleichbar mit dem beim Joggen oder Schwimmen, also relativ hoch. Eine Tafel Schokolade lässt sich locker mit einer Stunde Radfahren abstrampeln.

Radfahren nach Plan

Um etwas für die Gesundheit zu tun, muss man nicht gleich wie die Profis der Tour de France in die Pedale treten. Schon die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz oder Urlaubs- und Wochenendtouren verbessern die Kondition und helfen beim Abnehmen.

Neueinsteiger im Radfahren sollten es auf jeden Fall langsam angehen lassen, andernfalls droht ein böser Muskelkater. Aber innerhalb von etwa drei Wochen können auch Untrainierte beim Radfahren auf Touren kommen.

Regelmäßig dreimal pro Woche muss man dafür allerdings schon Fahrrad fahren. Ganz wichtig dabei: Die ersten fünf Minuten locker einradeln, damit sich die Muskeln aufwärmen. In der ersten Woche sollten nicht mehr als 20 Minuten im Sattel verbracht werden. In der zweiten können es dann schon dreimal 40 und in der dritten Woche 60 Minuten pro Trainingstag sein.

Wer sich an dieses Start-Programm hält und konsequent weitertrainiert, wird schnell merken, wie viele Vorteile sich so erstrampeln lassen. Wichtig ist es aber in jedem Fall, sich beim Trainieren wohl zu fühlen. Am besten lässt sich am Puls feststellen, ob man sich beim Radfahren auch nicht übernimmt. Die Grundregel für Trainingsfahrten im perfekten Pulsbereich lautet: 220 minus Lebensalter minus 30 Prozent. Eine 30-Jährige sollte mit ihrem Trainingspuls also etwa auf 130 kommen.

Verletzungen beim Radfahren

Die häufigsten Verletzungen beim Radfahren entstehen bei Unfällen, etwa wenn der Fahrer das Gleichgewicht verliert, ein Hindernis übersieht oder eine Vollbremsung machen muss.

Bei einem Sturz kommt es meist zu Schürfwunden, Kratzern oder Zerrungen. Beim Versuch, sich abzustützen, erleiden Radfahrer gelegentlich auch Brüche des Handgelenks oder Ellbogens. Trägt der Radler keinen Helm, drohen außerdem gefährliche Kopfverletzungen oder Platzwunden.

Ein weiterer Risikofaktor beim Radfahren ist die Ermüdung des Materials. Wie ein Auto muss auch das Fahrrad regelmäßig überprüft und gepflegt werden. So kann beispielsweise der Gummischlauch des Reifens brüchig werden und platzen, die Bremsklötze abnutzen oder der Rahmen rosten und somit der Lenker oder die Gabel bei plötzlicher starker Belastung brechen. Wenn während der Fahrt plötzlich die Bremsen versagen, der Rahmen bricht oder ein Reifen platzt, kann es zu gefährlichen Unfällen kommen.

Beschwerden beim Radfahren

Das Rad sollte aber nicht nur gewartet, sondern auch richtig eingestellt werden. Sind Lenker und Sattel zu hoch oder zu tief, kommt es bei längeren Fahrten zu Rückenschmerzen und Nackenverspannungen. Bei der perfekten Sattelhöhe erreicht das gestreckte Bein gerade so das unten stehende Pedal. Ist das Bein noch angewinkelt, muss der Sattel höher gestellt werden.

Wichtig ist auch die richtige Position des Sattels. Die Nase sollte gerade nach vorn gerichtet sein. Prüfen Sie mit einer Wasserwage, ob der Sattel auch ganz gerade sitzt. Geht die Nase nämlich nach unten, lastet zu viel Gewicht auf den Armen, was zu Taubheitsgefühlen führen kann. Zeigt die Spitze nach oben, drohen Unterleibsschmerzen.

Besonders Männer verspüren nach längeren Radtouren oft Prostata-Beschwerden. Dem kann aber durch einen ergonomisch geformten Sattel mit Gel-Einlage Abhilfe geschaffen werden.

Radfahren: Knieschmerzen vermeidbar

Generell ist Radfahren eine gelenkschonende Sportart. Dennoch klagen viele Menschen über Knieschmerzen beim Radeln. Diese entstehen oft durch Überlastung oder Fehlhaltungen. Abhilfe schaffen Sie, indem Sie in niedrigeren Gängen fahren, bei Anhöhen absteigen und schieben oder im Stehen fahren und den Sattel richtig einstellen.

Die meisten körperlichen Beschwerden beim Radfahren entstehen durch fehlerhaftes oder falsch eingestelltes Material. Wer dem Abhilfe schafft und dann noch auf eine aufrechte Haltung, gelegentliches Wechseln der Sitzposition sowie regelmäßige Pausen achtet, beugt Taubheitsgefühlen, Schmerzen in der Gesäß- und Genitalebene sowie Knieschmerzen beim Radfahren vor.

Aktualisiert: 26.06.2018 - Autor: Kristina Klement

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