Wandern: Vorbereitung

Frau beim Wandern in den Bergen © istockphoto, da-kuk

Das Gute am Wandern ist, dass man keinen Unterricht nehmen muss, um es zu erlernen. Und man braucht keine speziellen Sportgeräte, um es anzufangen. Trotzdem sollten Sie ein paar Dinge beachten, damit nichts die Freude am Wandern trübt. Eine gute Vorbereitung gehört zur Wandertour dazu. Nachdem die Route festgelegt ist, sollte man seine Kleidung auch an die Wettervorhersage anpassen. Allerdings gilt gerade in den Bergen: Am besten rüstet man sich für jedes Wetter, Umschwünge können ziemlich abrupt auftreten.

Eminent wichtig ist, dass Sie Ihre Füße richtig umsorgen – schließlich sollen diese Sie sicher über Stock und Stein tragen.

Auf was Sie achten sollten

  • Alle Infos zur Route einholen – berücksichtigen Sie vor allem die Schwierigkeitsstufen, ob Sie mit Kindern unterwegs sind, Schwindelfreiheit oder Trittsicherheit brauchen
  • Klären Sie bei Mehrtagestouren vorher ab, ob Übernachtungsmöglichkeiten in den Hütten/Unterkünften frei sind und ob Sie etwas mitbringen müssen (zum Beispiel Hüttenschlafsack)
  • Wettervorhersage beachten
  • Gut passender Rucksack, dessen Größe der Tourlänge angepasst ist (im Fachhandel beraten lassen)
  • Proviant zusammenstellen (zum Beispiel Trockenobst, Müsliriegel, Wasser etc.)
  • Fuß-Schutzcreme mit Zinkoxid und Hirschtalg einpacken
  • Anti-Mückenlotion, Sonnenschutzcreme
  • Kleidung – dem Wetter (und gegebenenfalls der Länge der Reise) entsprechend:
    • Regencape, Kopfbedeckung
    • Kurze bzw. lange Hose
    • Feste Wanderboots
    • Feuchtigkeit absorbierende Socken
    • Trockene Kleider zum Wechseln

Wichtig: Planen Sie anspruchsvollere Wanderungen in wärmeren Gegenden oder im Gebirge, sollten Sie sich zuvor ärztlich untersuchen lassen. Überschätzen Sie nicht Ihre Fitness – beginnen Sie lieber mit kürzeren, nicht zu anspruchsvollen Touren.

Die Füße im Blick

  • Schuhwerk: Lassen Sie sich im Vorfeld wegen der richtigen Schuhe in Kaufhäusern oder Sportgeschäften beraten – gute Wanderschuhe sind außen fest und innen weich. Allerdings hängen die geforderten Eigenschaften auch davon ab, wohin und wie oft Ihre Schuhe Sie begleiten sollten. Laufen Sie die Schuhe am bestens vorher ein – tragen Sie diese immer wieder auch auf kurzen Gängen oder in der Wohnung.
  • Socken: Pflicht sind Strümpfe aus Fasern, die Feuchtigkeit aufnehmen – im Handel werden Spezialsocken angeboten, die zum Teil sogar für rechten und linken Fuß unterschiedlich geformt sind. Wenn Sie stark an den Füßen schwitzen, sollten Sie ein zweites Paar Socken mitnehmen – mit feuchten Füßen weicht die Hornschicht auf und Blasen drohen. Zusätzliches Abhärten der Füße durch Barfußlaufen verdickt die Hornschicht und vermindert die Anfälligkeit für Blasen.
  • Vor der Tour können Sie eine Intensiv-Schutzcreme auftragen – das schützt die Haut der Füße vor dem Wundwerden, Blasenbildung, Einrissen und Hautreizungen. Empfehlenswerte Salben besitzen einen hohen Anteil an Zinkoxid, welches die Füße trocken hält, sowie fettenden Substanzen wie Hirschtalg, damit die Haut geschmeidig bleibt.
  • Schweißhemmende Fußcremes oder Fußbäder beugen vor; auch das regelmäßige Trinken von Salbeitee hilft, das Schwitzen im Zaum zu halten.
  • Franzbranntwein-Gel hilft gegen brennende oder schmerzende Füße.
  • Druckstellen- und Blasenpflaster polstern empfindliche Stellen ab.
  • Gönnen Sie Ihren Füßen daheim die wohlverdiente Pause!
  • Genießen Sie ein Fußbad, um die Muskulatur der Füße zu entspannen. Lagern Sie Ihre Beine hoch und laufen Sie barfuß durch die Wohnung. Dann sind Ihre Füße für die nächste Wanderung schnell wieder fit.

Aktualisiert: 09.05.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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