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Hilfe - Bewusstseinseintrübung /Gehirnnebel

Re: Hilfe - Bewusstseinseintrübung /Gehirnnebel

Hallo Lin,

das klingt nach einem Burnout. Oder einer Vorstufe davon. Ich hatte vor Jahren mal einen ähnlichen Zustand, wo es mir richtig bange wurde und ich mich selbst ins Krankenhaus eingewiesen habe. Das waren meine Symptome:
- Alle Sinne wurden schwächer, teils alles schwarz/weiß gesehen, das Essen schmeckte nach nichts
- Gleichgewichtssinn gestört
- Übelkeit
- Jede Anstrengung zu viel, Gefühl von einem alten Mann
- Kopfschmerzen
- unter den Augen bald schwarze Augenringe
- bei Stress wackelige Beine bekommen

Also ganz ähnlich wie bei dir. So über die Jahre hat mir dann einerseits eine Ernährungsumstellung sowie die Meditation und Yoga stark geholfen.
Bei der Meditation habe ich mir immer bei motiviert aufrechter Haltung einen Fixpunkt vor mir gesucht und diesen so lange wie möglich angesehen. Viele Menschen machen heute Achtsamkeit. Das hilft meines Erachtens nicht so gut wie die gerade erwähnte Methode und lädt eher zum Träumen ein. Besonders bei geschlossenen Augen. Das Ziel der Achtsamkeitsmeditation ist es ja, schärfer durch den Alltag zu gehen, wacher, wohingegen die andere Methode das auch liefert und Problembewältigung gleich noch mit. Ich nenne diese Methode gerne Konfrontationsmeditation. Dabei ist es dann egal, ob man steht, sitzt oder kniet. Nur aufrecht ist wichtig und der Fixpunkt. Besonders gut geht es vor einer Wand. Da gibt es dann kein großes Umherschauen und man konfrontiert sich mit seinem Inneren.
Meditation hat eben den Vorteil, dass es unser Hirn, dass sich jederzeit neu strukturieren kann, in eine Richtung lenkt, in der Stress und Ängste stark reduziert werden. Da gibt es bereits Hirnscans von Buddhisten, die auf Schreckensnachrichten ganz anders reagieren und diese anders verarbeiten können. Also hier sehe ich eine Chance. Würde ich an deiner Stelle mal ausprobieren.
Auch Yoga könnte etwas bringen, wenn man es morgens als Ritual in seinen Tag einbaut. So beginnt der Tag leicht und nicht gleich mit 110%. Im Yoga geht es eigentlich darum, sich mit seiner Umwelt zu verbinden, eins zu werden. Es heißt auch übersetzt so etwas wie "Einheit". Um perfekte Körperhaltungen geht es eigentlich gar nicht. Das ist ein westlicher Trend, den man in Indien zB nicht wirklich vorfindet.
Ernährung ist dann noch eine Sache, die für mich zumindest die wichtigste der drei ist. Wenn ich davon lasse, stürzt alles wie ein Kartenhaus zusammen.
Über das Thema würde ich dir einen Text hierhin kopieren wollen, den ich heute schon darüber in dem Forum hier geschrieben habe. Der lautet wiefolgt:

"Die ganze Sache ist an sich ganz einfach zu lösen, in dem man wieder auf natürliche Nahrung umstellt, wo der Mensch noch nicht eingegriffen hat. Da mit dem Modell aber die meisten wieder bei Null starten würden, gebe ich immer ganz gerne (so als kleines Startkapital) meine tägliche Ernährung weiter. Die sieht momentan so aus:

Morgens entweder beim Joggen im Wald ein paar Datteln vom Dm und Wildkräuter (zB. Brennnessel, Löwenzahn, Sauerampfer) je nach Körperstimme,
oder wenn kein Sport dann einfach gar nichts.
Mittags auch noch nichts.
Nachmittags auch noch nichts. :-)
Abends von 5-8 Uhr Kokosmus von Dr Goerg so viel man will und ein paar ungeschälte Hanfsamen vom Demeterhof Schwab (bei den Samen mag ich persönlich etwas Ur-Salz dazu)
1-2 Stunden warten / Verdauung geschehen lassen
Dann, wenn am Abend wirklich alles erledigt ist, so viele Datteln wie man mag. Diese immer mit etwas Wasser im Mund vermischen - sind ja getrocknet und wenn man kein Wasser hinzugibt, muss der Körper das fehlende Wasser aus den Zellen holen - man fühlt sich ungut.
Und dann schön einschlafen. Datteln helfen auch dabei. ;-)

Das kannst du jetzt wie ein Startkapital von 100.000€ auf dem Weg zur Million sehen. Zum Reichtum gelangst du, wenn du nur stets auf deine Körperstimme, dein Körpergefühl, hörst und ein aktives Leben voller Lebensfreude zum Ziel hast. Dann steuert dein eigener Körper dich mit einer unglaublichen Intelligenz dorthin. Er registriert dann sogar saisonale Unterschiede und was nicht alles. Ich konnts selbst nicht glauben. Ernährung ist nicht kompliziert, jedes andere Tier hat damit auch kein Problem. Nur der Mensch, als Krone der Schöpfung. :-)

Du kannst dich auch gerne überhaupt nicht an die gerade erwähnte Ernährung von mir halten, aber so kannst du von meinem langen Weg (2000 Stunden Ernährungsstudium) durch jede Menge Versuch und Irrtum profitieren, diesen als Ausgangspunkt nehmen, und von dort aus deine eigenen Versuche starten. Und zu dem du immer wieder zurückkehren kannst. Ich denke, das sollte seine Vorteile gegenüber einfach keiner Vorgabe haben."

Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben oder hierauf antworten. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
Dir und allen Lesenden eine schöne Woche. :-)

Beste Grüße
Jens

  • Beitrag vom 05.08.2019 - 17:48

  • Autor:

    Jens30

Hilfe - Bewusstseinseintrübung /Gehirnnebel

Guten Tag,

Ich schleppe mein "Problem" nun schon seit ca 14 Jahren mit mir herum. Ich habe phasenweise (meist 7-10 Tage) ein Problem mit meiner kognitiven Leistungsfähigkeit. Dies wird immer ausgelöst durch Störungen während meines Schlafes/beim Aufstehen/beim Einschlafen oder durch den Genuss von einer größeren Menge an Alkohol.

Um euch mehr Informationen zu geben, zähle ich mal die Symptome auf.

Während dieser Phase habe ich zumeist Gliederschmerzen, ein stärkeres Schmerzempfinden sowie Kopfschmerzen, ich bin relativ müde und habe dadurch den Drang, mich hinzulegen. Ich bin antriebslos, z.B. habe ich während der Phase kein Interesse mehr - und könnte es auch körperlich auch gar nicht vollziehen - meinen Hobbys nachzugehen (Fussball spielen, Computer spielen).
Des Weiteren kann ich nicht klar denken, ich kann mich nicht konzentrieren und habe Probleme, mich zu fokussieren... eine schnelle Interaktion mit Mitmenschen oder auch das Lesen von Texten, das Zuhören beim Fernsehschauen ist deutlich schwieriger und teilweise auch nicht wirklich möglich für mich.
Ich habe eine verminderte Orientierungslosigkeit und ein schlechtes Zeitgefühl, ich kann nicht mehr einschätzen, wie spät es gerade ist oder wieviel 5 Minuten sind.
Insgesamt kann ich Sinneseindrücke deutlich langsamer verarbeiten und habe im allgemeinen Probleme damit, alltägliche Dinge zu erledigen (z.B. Kochen, Rasieren etc)

Ich leider sehr darunter und habe nun schon seit Ewigkeiten Angst, beim Schlaf gestört zu werden.
Insgesamt bin ich mit meinem Leben zufrieden und es könnte momentan nicht besser laufen, d.h. eine Depression kann ausgeschlossen werden.
Ich nehme keine Medikamente oder sonstige Tabletten.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und evtl eine Lösungsmöglichkeit, Medikamente oder sonstiges, die er mir empfehlen kann?

Ich bin für jede Hilfe dankbar!

  • Beitrag vom 31.07.2019 - 11:21

  • Autor:

    Linclusive