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blutzuckerwert am morgen

Re: blutzuckerwert am morgen

Die drei möglichen Gründe, denen ich voll zustimme, wurden ja schon genannt. Eine Pumpe wäre technisch betrachtet IMMER die beste Lösung weil man so den Insulinbedarf zu jeder Zeit optimieren kann. Ich will dennoch so lange wie möglich auf eine Pumpe verzichten und dann komme ich ja mit meiner ICT bestens zurecht.

Meine ebenfalls zu hohen Frühwerte habe ich wohl durch drei Maßnahmen wesendlich verbessern können.

1.) Kein fettes Essen bzw. Eiweiß am Abend

2.) Umstellung auf Lantus zur Basalversorgung

3.) Ich spritze mein Lantus nach Anraten meines Diabetologen (!) in der Früh. Das kann, muss aber nichts helfen. Es ist nur so, dass Lantus bei manchen Diabetikern nicht die Wirkkurve hat, wie es vom Hersteller gesagt wird.

Zu jeder Maßnahme muss gesagt werden, dass man die wirklich nur machen soll, wenn man sich sicher ist, dass es für einen selbst sicher ist. Diese Entscheidung überlässt man besser IMMER dem Facharzt.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch hier wieder vor Strategien warnen, bei denen die Bolus-Dosis für das Frühstück von dem Frühwert abhängig gemacht wird. Das führt nicht selten zu Unterzuckerung am Vormittag. Ein Messwert ist IMMER das Ergebnis von vergangenem Verhalten. Wenn z.B. der Frühwert nicht stimmt, gehört am Verhalten am Abend etwas anders gemacht.

"Hinterherspritzen" ist nie zielführend.

Und noch ein Wort zur Messhäufigkeit:
Es bringt sehr wenig Erkenntnis, ständig sehr viele Messungen im kurzen Abstand vorzunehmen. Wer z.B. jeden Tag 3 Messungen macht, weiß dann viel weniger über sich, als jemand, der nur zwei mal die Woche ein Tagesprofil mit je 8 Messungen durchführt. Weiß man aufgrund der Messergebnisse dann, dass man gut eingestellt ist, so kann man sogar noch weniger messen und ist trotzdem auf der sicheren Seite. Ich erstelle normal nur noch ein mal pro Woche ein Tagesprofil und messe sonst nur gelegentlich zur Kontrolle. Mein Teststreifenkontingent nutze ich nie aus und komme mit 150 Streifen pro Quartal gut hin.

  • Beitrag vom 10.02.2010 - 09:58

  • Autor:

    gyuri

Re: blutzuckerwert am morgen

Hallo,ich habe gerade bei dir gelesen,was du für ein Problem hast.Ich bin Mutter einer zwei jährigen Tochter und sie hat auch Diabetes und wir hatten auch das gleichen Sorgen.Wir haben uns für die Pumpe entschieden und seit dem sie die hat muss ich sagen,steht meine Tochter mit super Werten auf.Ich kann dir nur empfehlen sich mit deinen Arzt in Verbindung zusetzen und mit ihm darüber zu sprechen,vielleicht entscheidest du dich dann auch für die Pumpe.Ich bin der Meinung,man bleibt ja auch kein Mensch dabei,wenn man alle zwei oder drei Stunden aufstehen muss um zu Messe.

  • Beitrag vom 28.01.2010 - 19:37

  • Autor:

    majoha

Re: blutzuckerwert am morgen

Hallo!
Ich weiß nicht, ob du inzwischen schon schlauer geworden bist. Aber bei hohen Werten morgens musst du vermehrt aufpassen.
Es gibt nämlich drei Möglichkeiten, warum der Zucker morgens so hoch ist.

Die erste ist, dass dein Zucker über Nacht gleichmäßig ansteigt. Dann bräuchtest du einfach mehr Basalinsulin.

Die zweite ist, dass du ein typisches Morgendämmerungsphänomen hast. D.h. der Zucker bleibt über Nacht eigentlich stabil, aber gegen Morgen, 1-2 Stunden vor dem Aufstehen stellt sich dein Körper auf den kommenden Tag ein und die Leber bringt vermehrt Zucker in die Blutbahn. Dann bräuchtest du ein Insulin, dass seinen Wirkhöhepunkt erst nach ca. 6-7 Stunden erreicht, um diese BZ-Spitze abzufangen.

Die dritte Möglichkeit ist eigentlich die gemeinste, weil man auf diese Idee selten kommt.
Wenn du abends mit leerem Magen ins Bett gehst, könnte es sein, dass du in der Nacht einen Hypo hast und diesen überschläfst!!! Durch die Gegenregulation des Körpers schießt der Zucker anschließend in die Höhe, damit du überhaupt noch am nächsten Morgen aufwachst.
Wenn das der Fall ist, müsstest du abends auf alle Fälle noch was essen und womöglich auch die Basalrate verringern!!!

Aber um eine von diesen drei Möglichkeiten zu entdecken, bleibt dir wirklich nichts anderes übrig, als zwei, drei Nächte einmal deinen Wecker zu stellen, und so zwischen 2 und 3 Uhr morgens einen Zuckerwert zu machen.
Besser wäre natürlich einen vor dem Schlafengehen, und dann alle 2 Stunden.
Dann bräuchtest du nur eine Nacht zu "opfern" und wüsstest wahrscheinlich genau, wo du dran bist.

Vielleicht konnte ich dir ein bisschen helfen und wünsche dir auf alle Fälle, dass du dein Problem lösen kannst.

debby

  • Beitrag vom 23.05.2009 - 01:00

  • Autor:

    debby

Re: blutzuckerwert am morgen

hallo,
der hohe blutzuckerwert am morgen- das problem kenne ich.
habe auch verschiedene basalinsuline ausprobiert. am besten klappts bei mir mit protaphane. allerdings muss ich ziemlich genau um 22.40uhr spritzen und darf nicht länger als bis 7.30 uhr schlafen.dann spritz ich wieder basal.

herausgefunden hab ich das durch regelmäßiges stündliches nächtliches messen, über einige wochen hinweg. und natürlich mit viel glück. ist zwar viel aufwand aber für mich hat es sich gelohnt.

dir kann ich nur raten weiter zu probieren, nicht aufgeben irgendwann wird es klappen. hoffe konnte dir etwas weiterhelfen
lg eule

  • Beitrag vom 15.04.2009 - 21:10

  • Autor:

    eule

blutzuckerwert am morgen

sorry, ich weiß jetzt nicht, ob jemand schon einmal dieses problem angesprochen hat. ich hab nur leider keine zeit, mir hier jedes thema von anfang an gründlich durchzulesen. aber mich interessiert doch recht heftig, ob hier auch jemand größere probleme mit dem blutzuckerwert am morgen hat. trotz eines zusätzlichen langzeitinsulins über nacht (fabrikat schon mehrfach gewechselt), steigt der zuckerwert bei mir morgens regelmäßig über 9 oder 10 an - auch wenn ich abends hungrig in die kiste gestiegen bin, damit möglichst wenig über nacht noch an zucker produziert wird. spät abends sind die werte bei mir meist ok, aber dann eben über nacht..... falls jemand auch dieses problem haben sollte, würde es mich schon brennend interessieren, wie ihr das in den griff bekommt. hab schon mal dran gedacht, mir morgens den wecker das erste mal 2 oder 3 stunden vor dem aufstehen zu stellen, um dann schon was zusätzlich an insulin reinzudrücken. aber irgendwie finde ich diesen gedanken etwas nervend. kann mir im übrigen gut vorstellen, das man mit einer insulinpumpe diesbezüglich besser fährt, oder welche erfahrungen gibt es da bei euch?

  • Beitrag vom 15.04.2009 - 01:44

  • Autor:

    johthal