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Erfahrungsbericht Nasenpolypen und Kurkuma

Re: Erfahrungsbericht Nasenpolypen und Kurkuma

Hallo, ich habe den Bericht erst heute gelesen, obwohl er schon zwei Jahre zurückliegt.
Auch ich habe seit ca. 3 Jahren Probleme mit Nasenpolypen. Das Problem verschlechterte sich aber erst akut seit diesem Jahr. Nasenatmung und Geruchssinn sind einfach weg und seit ca. 7 Wochen wuchern diese Biester in meinem rechten Nasenloch, so das ich rechts entlang der Nase Schwellungen hatte und schon befürchtete das sie aus dem Nasenloch herauswuchern. Ich war kurz vor unserem Sommerurlaub und bin völlig verzweifelt zu meiner HNO- Ärztin, die mir dann für eine kurze Zeit cortisonhaltiges Nasenspray und ein homäöpathisches Mittel zum Abschwellen verschrieben hat. Gleichzeitig bekam ich von ihr einen Überweisungsschein für eine OP. Das Nasenspray und die Tabletten haben bisher relativ gut angeschlagen, obwohl ich sagen muss, das ich mit dem Spray wirklich sehr sparsam umgehe. Allerdings bekomme ich weiterhin schlecht Luft durch die Nase, lediglich die Schwellung ist zurückgegangen. Und jetzt ganz ehrlich, mein Problem ist, mich graut es vor einer OP, die Erfahrungsberichte die ich darüber gelesen habe, bestärken noch meine Ansicht!
Nun meine Frage, wie sieht es mittlerweile mit deinen Erfahrungen mit Korkuma etc. aus, gibt es Neuigkeiten, ist es besser geworden? Würde mich über eine Antwort freuen.

  • Beitrag vom 21.08.2019 - 23:19

  • Autor*in:

    Parcival

Re: Erfahrungsbericht Nasenpolypen und Kurkuma

Hallo, Ich könnte eine ähnliche Geschichte mit mehreren Nasenops und jahrelangen Kortisoneinnahmen erzählen. Deine Geschichte hast du vor 2 Jahren erzählt. Darf ich fragen wie es heute ist. Nimmst du immer noch Kurkuma? Sind die Polypen nicht wiedergekommen?

  • Beitrag vom 13.08.2019 - 21:24

  • Autor*in:

    uzinet

Re: Erfahrungsbericht Nasenpolypen und Kurkuma

Danke für den Tipp, das werde ich ausprobieren.

  • Beitrag vom 27.08.2017 - 17:44

  • Autor*in:

    Helping Hand

Erfahrungsbericht Nasenpolypen und Kurkuma

Geschichte

Seit langer Zeit quälen mich Entzündungen im Nasenbereich und, damit einhergehend, auch Nasenpolypen.

Begonnen hat dieses Problem zu Beginn meiner zwanziger Jahre.
Vielleicht auch schon gegen Ende meiner Teenagerzeit.
Ganz genau kann ich das nicht mehr sagen.

Ich bekam, nach und nach, immer schlechter Luft durch die Nase.
Es wurde mal besser und dann auch wieder schlechter.

Das Problem wurde nach und nach schlimmer und so sah ich mich gezwungen mich damit auseinander zu setzen.

Als ich Ende zwanzig war und meine Nase immer öfter völlig verstopft, ging ich zu einer HNO Ärztin im Ort.
Es wurde ein MRT angefertigt und bei der darauf folgenden Besprechung mit der Ärztin waren auf dem MRT Bild überall Polypen zu erkennen.
Die Ärztin erkannte das alles völlig „zugewuchert“ war.

Kortison Nasensprays

Als Behandlungsmethode entschied sie sich für Kortison Nasenspray mit dem Wirkstoff „Budesonid“.
Das Nasenspray habe ich dann 1 oder 2 Jahre genommen.
Die Nasenpolypen haben sich daraufhin völlig zurückgezogen und auf einem neuen MRT war nichts mehr zu sehen.
Die Ärztin war zufrieden.

Allerdings hatte ich Nebenwirkungen:
Ständig Geschwüre und Pickel an der Schläfe und an der Stirn und außerdem Oberbauchbeschwerden (Magen, Galle?) ungefähr 30 Minuten nach Applikation des Sprays.

Die Polypen waren jedenfalls weg und ich setzte das Spray wieder ab.

Dann war ungefähr 1 Jahre Ruhe.

Irgendwann merkte ich, dass die Nase wieder langsam schlechter wurde.

Daraufhin habe ich mich dann im Internet intensiv mit Operationen der Nasennebenhöhlen und den Erfolgsquoten auseinander gesetzt.

Die Erfolgsquoten waren nach meinen Recherchen ernüchternd.

Es gab Leute, deren Erfahrungsberichte ich las, die sich innerhalb von 15 Jahren 8 mal operieren ließen.

Da für mich Operationen sowieso Ultima Ratio sind, habe ich diesen Gedanken beiseite gelegt.

Außerdem wußte ich ja, dass sich die Polypen bei Anwendung von Kortison Nasenspray völlig zurückbilden.

…um danach wieder zu kommen…

Ich begann also irgendwann in einem ersten Schritt mich genau zu beobachten.
An diesem Punkt begann ich, mir von Zeit zu Zeit, mit einer kleinen Lampe in die Nase zu leuchten um den Verlauf zu beobachten.

Ich konnte feststellen, dass in einem variablen Zyklus die Polypen im ersten Schritt zuerst größer werden.
Dann kann man auch sehen, dass sich die Schleimhaut in der Nase entzündet und man sieht manchmal gelben und grünen Schleim.
Diese Entzündung hält dann eine Weile an und danach geht zuerst die Entzündung weg und danach schwellen die Polypen wieder deutlich ab.

Diesen Zyklus erlebe ich seit vielen Jahren in unterschiedlichen Schweregraden.

Teilweise ist die Nase vollkommen zugewuchert und 2 Wochen später sind die Polypen nur noch minimal ,ganz oben in der Nase, zu sehen.

Meistens ist das Intervall so, dass es 3-4 Wochen gut ist und dann 10-14 Tage schlecht.

Später konnte ich auch bei einem Arzt, im Ultraschall, feststellen dass die Polypen und die Entzündungen kommen und gehen.
Insgesamt ist es so, das das rechte Nasenloch immer wesentlich besser ist, als das linke.
Durch das rechte Nasenloch bekomme ich meistens Luft.

Salzwasser Nasenspülungen

Ich hatte gelesen, dass Salzwasser Nasenspülungen helfen können.
Also begann ich damit.
Einmal am Tag, zweimal am Tag.
Das ganze hat bei mir keinerlei positiven Effekt.

Ich habe also nach einigen Monaten wieder damit aufgehört.

Inhalationsgerät

Mit einem teuren Inhalationsgerät und einer Salzlösung habe ich es auch probiert.
Das Gerät steht in der Ecke und verstaubt. Keine Wirkung.

Mehrere Ärzte

Zwischendurch war ich bei mehreren Ärzten, die mir alle entweder Kortison (Spray und /oder Tabletten) aufschreiben wollten oder direkt operieren.
Ich lehnte jeweils dankend ab.

Ein wunderbares Beispiel für Ignoranz war mein Besuch bei Dr. Knaak in Wunderstadt (Name geändert).
Aus der Erinnerung verlief der Dialog mit dem Arzt in etwa so:

Ich: Herr Doktor, ich habe seit vielen Jahren Rhinitis und Nasenpolypen und wollte mich über mögliche neue Behandlungsformen informieren.
Kortison, als Spray oder als Tabletten kommen für mich nicht in Frage.
Operationen ebenso nicht.
Arzt: Lassen Sie mich mal in die Nase schauen. (Arzt guckt mit Instrument in die Nase)
Arzt: Ja, Herr Müller, also ich sehe es schon. Da bekommen Sie jetzt von mir Kortison Tabletten für 2 Wochen und Kortison Nasenspray.
Danach operieren wir.
Also Nachsorge müssen Sie noch mindestens 1 Jahr Kortison Nasenspray benutzen.
Ich gebe Ihnen jetzt gleich einen Termin für die Kontrolle und die Operation.
Ich: Danke für Ihre Mühe. Ich melde mich wieder. (Gehe).

Ich habe mich natürlich nie wieder gemeldet.
Habe mich danach nur gefragt ob ich mit dem Arzt Suaheli gesprochen habe?

Solche Beispiele gab es einige.

Homöopathie

Im Sommer 2010 war dann mal wieder besonders schlecht mit der Nase und ich habe nach neuen Behandlungsmöglichkeiten im Internet recherchiert.

Dann bin ich auf einen HNO Arzt gestoßen, der homöopatisch behandelt.

Ich fand das interessant und habe aus ausprobiert.

Über Homoöpathie hatte ich bis dahin keinerlei Wissen oder Erfahrung.
Ich bin aber allem offen gegenüber, nicht voreingekommen und bilde mir gerne meine eigene
Meinung.
Kurz gesagt ist das Prinzip der Homöopathie „gleiches mit gleichem“ zu behandeln.
Der Gedanke ist, dass eine Substanz, die bei einem Menschen bestimmte Beschwerden hervorruft, dieselben (oder ähnliche) Beschwerden auch heilen kann.

Die homöopatischen Mittel werden immer weiter verdünnt (verschüttet) und wirken stärker umso höher die Verdünnung ist(!).
Teilweise ist die Verdünnung so hoch, dass die Wirkstoffmenge so gering ist wie ein Tropfen bezogen auf einen Ozean.
Manchmal ist die Verdünnung noch höher.

Im Internet gibt es darüber jede Menge Lesestoff.

Ehrlich gesagt war mir auch egal wie es genau wirkt.
Hauptsache es wirkt.
Bei mir wirken unterschiedliche homöopathische Mittel reproduzierbar unterschiedlich.

Was mich betrifft, so kann ich sagen das die Behandlung hilft.
Es ist besser geworden und manchmal ist es über Monate relativ gut und ich kann die meiste Zeit ganz gut damit leben.

Weg geht es allerdings bei mir damit nicht.
Und immer noch gibt es sehr schlechte Phasen.
Ich bleibe aber weiter am Ball und informiere mich über neue Behandlungen und Ideen.
Oder ganz alte Ideen.

Ernährung

Ziemlich sicher ist bei mir, dass ich Acetylsalicylsäure sehr schlecht vertrage. Nehme ich Acetylsalicylsäure wird die Nase dramatisch schlechter.

Alkohol ist wohl auch schlecht.
Wobei ich nicht weiß ob es am Alkohol oder am Histamin liegt.
Ich habe jahrelang garnichts getrunken; mittlerweile alle paar Wochen 1-2 Gläschen Rotwein.
Hier werde ich es mal mit einem Histamin armen Rotwein probieren.

Wasser

Ganz entscheidend ist bei mir ein Konsum von 1 Liter Wasser pro 20 Kilo Körpergewicht.
Ich (80 Kilo) trinke also 4 Liter stilles Wasser am Tag.
Mache ich das nicht, wird es schlechter.

Schweinefleisch, Weizen und Milch

Es gibt einige Naturheilkundler die der Meinung sind, dass 70% der HNO Ärzte überflüssig wären, wenn die Leute aufhören würden Milch zu sich zu nehmen.

Seitdem ich weitgehend glutenfrei esse, geht es mir insgesamt viel besser (Nicht unbedingt auf die Nase bezogen), bin leistungsfähiger und fühle mich viel gesünder.

Schweinefleisch tut mir auch eher nicht gut.

Sauna

Ich gehe zweimal die Woche in eine 90 Grad Salzsauna für je 15 Minuten und danach in eine Saline.
Das ist gut für die Nase und es wird schlechter wenn ich es nicht mehr mache.

Kurkuma

Irgendwann habe ich begonnen mich mit Indien zu beschäftigen.
Interessanterweise scheint die Zahl der Krebserkrankungen in Indien dramatisch niedriger zu sein
als im Westen.

In Indien wird sehr viel Curry gegessen.
Hauptbestandteil des Curry ist das gelbe Kurkuma.

Kurkuma scheint, unter anderem, stark entzündungshemmend zu wirken.

Das alles fand ich so interessant, dass ich einen Selbstversuch gestartet habe.
Ich habe Bio Kurkuma gekauft und jeweils eine Dose Kurkuma (35 Gramm) mit einem Espresso Löffel
schwarzen Pfeffer vermischt (Weil dadurch die Aufnahme des Kurkuma im Körper gesteigert werden soll.)

Ich begann mit einer Dosierung von einem Gramm der Mischung, jeweils mittags und abends beim essen.
Anscheinend ist Fett für die Resorption notwendig und die Mischung wird grundsätzlich am besten resorbiert, wenn man sie zum Essen zu sich nimmt.

Am besten wäre wahrscheinlich eine Einnahme über 3x Einheiten; über den ganzen Tag verteilt.
Vor allem weil die Wirkdauer nach einem hohen Peak, relativ schnell absinkt.
Ich habe das bewußt vermieden, weil ich morgens noch andere Medikamente einnehmen muß und Wechselwirkungen befürchte. Generell sind Wechselwirkungen wohl möglich.

Die Wirkung trat nach einigen Tagen langsam ein.
Die Polypen schrumpften bei mir nach und nach.
Und dann: Luft.
Durch die Nase.
Unglaublich.
Das ewige Intervall zwischen Polypen kommen und gehen, ist während der Einnahme von Kurkuma bei mir durchbrochen.
Die Entzündungen mit dem grünen und gelben Schleim treten nicht mehr auf.
Ich habe die Dosierung von 2x 1 Gramm/Tag 6 Wochen beibehalten und es wurde immer besser.
Es war (noch) nicht weg aber dramatisch besser als ohne das Kurkuma.

Da ich grundsätzlich so wenige Medikamente oder Stoffe wie möglich einnehmen möchte, habe ich dann versucht die Dosis auf 1x 1 Gramm/Tag zu reduzieren.
Das funktionierte jedoch nicht.
Der Zustand der Nase wurde nach und nach wieder schlechter.

Im Augenblick versuche ich es mit 2x 0,5 Gramm/ Tag.

Nebenwirkungen habe ich bisher nicht, abgesehen von positiven.
Meine Leberwerte haben sich seit dem Beginn der Einnahme um 20% verbessert.

Ich habe keinerlei medizinische Ausbildung und diese Schilderung ist ein reiner Erfahrungsbericht.
Ich möchte niemandem raten irgendwelche Medikamente oder Stoffe ohne Rücksprache mit seinem/ Ihrem Arzt einzunehmen.

Viele Grüße

  • Beitrag vom 02.08.2017 - 09:06

  • Autor*in:

    Unreal