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Schwindel nach Gleichgewichtsausfall mit Folgesymptomen

Re: Schwindel nach Gleichgewichtsausfall mit Folgesymptomen

Danke für den Tipp! Bei der Schwindelambulanz waren wir. Die Ärzte hatten schon eine Diagnose, bevor sie sie überhaupt gesehen hatten, da sie schon vorher einen Fragebogen ausfüllen musste. Sie haben dann zwar noch ein bisschen
Diagnostik gemacht, aber die Ergebnisse waren nicht wirklich relevant für die Diagnose. Merke: wer sich Sorgen macht und aufgeregt ist, der ist automatisch 'Psycho'.
Obwohl man sehen konnte, dass das Gleichgewichtsorgan gestört ist, haben die Herren (ein HNO-Arzt und ein Neurologie-Professor) 'somatoformen Schwindel' diagnostiziert. Klingt besser als 'psychosomatisch' oder
'psychogener Schwindel', bedeutet aber eigentlich das gleiche. Mit dem feinen Unterschied, dass der Auslöser angeblich organisch ist, der Schwindel aber inzwischen trotzdem psychisch sein soll. Man empfiehlt Psychotherapie und 'Schwindeltraining' beim Physiotherapeuten. Haben wir beides versucht. Die Psychiater haben allgemein keine Termin, haben aber schon bei einem Vorgespräch durchblicken lassen, dass sie da keinen Ansatz sehen zu helfen. Ist eh zu langweilig. Was 'Schwindeltraining' eigentlich ist und wo man sowas machen kann konnten die Ärzte übrigens nicht sagen. Wir haben das selbst recherchieren müssen. Und die Physiotherapie hat für einen Rückfall gesorgt, weil an der HWS gearbeitet wurde. Trotz Warnung, dass das vermutlich schadet.
Im Arztbrief stand, dass das linke Gleichgewichtsorgan gestört ist, obwohl alle anderen vom rechten GGO
sprachen. Auf Nachfrage hat man mir gesagt, dass es wohl doch rechts ist. Einen korrigierten Bericht gab es trotz Anmahnung bisher - drei Monate später - nicht.
Die Schmerzen und weiteren Symptome hat man übrigens komplett ignoriert und auch im Bericht nicht erwähnt.
Da wir beide schon früher in die 'Psychosomatik-Ecke' gestellt wurden und sich dann später rausgestellt hat, dass es doch organische Krankheiten waren, werden wir nicht so schnell aufgeben und 'die Schmerzen akzeptieren' wie uns eine Psychologin empfohlen hat. Andere Leute wurden jahrelang auf MS behandelt, obwohl sie eine Borreliose hatten. Bis es dann endlich erkannt wurde, war es zu spät und alles von den Bakterien 'zerfressen'. Wir bleiben dran.

Viele Grüße
C.

  • Beitrag vom 20.07.2016 - 13:41

  • Autor*in:

    christopher77

Re: Schwindel nach Gleichgewichtsausfall mit Folgesymptomen

Schwindel kann viele Ursachen haben, die Diagnose ist meist eine Qdyssee.Klare Diagnosen werden aber in den Schwindelambulanzen, z.B. in Sinsheim - dort war ich - gestellt. Das sind absolute Spezialisten und ich bin sicher, dass dort auch deine Freundin Hilfe findet. Schwindelambulanz-Sinsheim.de
Viel Glück!

  • Beitrag vom 19.07.2016 - 19:40

  • Autor*in:

    dorisfuchs

Schwindel nach Gleichgewichtsausfall mit Folgesymptomen

Meine Freundin hatte Ende Februar 2016 nachts eine starke Drehschwindelattacke mit Übelkeit und Erbrechen, ausgelöst durch einen Ausfall des rechten Gleichgewichtsorgans, was mehrere HNOs nach Tests bestätigt haben. Das Gleichgewichtsorgan hat sich im Laufe der Wochen fast wieder erholt, der Schwindel aber ist geblieben und wurde immer ‚sensibler‘ auf Reize. Inzwischen kann sie seit Monaten nicht fernsehen, nicht am Computer arbeiten, nicht mal Karten spielen oder Fotoalben anschauen ist möglich, ohne dass ihr schwindelig wird. Erschwerend kommt hinzu, dass der Schwindel jedesmal eine ‚Dominobahn‘ von unangenehmen Symptomen auslöst, die sie von ihrer Borreliose (seit 10 Jahren keine Borrelien mehr nachgewiesen) her kennt: Herzrhythmusstörungen (SVEs), polyneuropathische Schmerzen (Lyrica hilft so gut wie nicht), stellenweise am ganzen Körper. Weitere sehr unangenehme neurologische Störungen, wie z.B. 'Kriechstrom‘ im ganzen Körper und sehr starke Schlafstörungen. Ausgelöst werden die Symptome besonders auch durch jeglichen Druck am Rücken (in den ersten zwei Wochen ging das noch), jede körperliche Aktivität und flackern bzw. schnelle Bewegungen (Fernsehen, Computer, siehe oben).
Die üblichen neurologischen Tests waren ohne Befund (EEG; Hörnervtest, Ultraschall aller Kopf- und Hals-Blutgefäße; CT Schädel und HWS). Die Herren von der Schulmedizin reden nur von ‚psychisch‘, ignorieren aber immer alle Symptome außer dem Schwindel. Derzeit wird nur Symptombehandlung betrieben (Lyrica, Dominal, Betahistin, Schlaftabletten). Naturheilkunde und Heilpraktiker bringen auch keine Besserung.
Durch Schwindeltraining beim Physiotherapeuten mit Manipulation an der HWS hatte sie inzwischen wieder einen Rückfall, bei dem das Gleichgewichtsorgan wieder total ausgefallen ist.
Wer hat eine Idee, woher diese Auslösemechanik am Rücken kommt (selbst anlehnen beim Sitzen kann Symptome hervorrufen) und wie es sein kann, dass der Schwindel jedesmal diese Kaskade von Symptomen wieder auslöst. Wir sind ratlos und verzweifelt.
Wer hat eine Idee oder kann helfen? Wir sind für jede Idee dankbar!

Bisher ausgeschlossen wurden z.B. Morbus Menierre, begniner Lagerungsschwindel, HWS-Syndrom.

  • Beitrag vom 18.07.2016 - 19:00

  • Autor*in:

    christopher77