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Magen Darm Mysterium

Re: Magen Darm Mysterium

Hi Brodel,

komisch, dass dein Arzt mit der Antibiose die Darmflora zwar "reseten", aber danach nicht aufbauen wollte.

Ich glaube, einen Darmpilz könnte man anhand einer Stuhlprobe nachweisen. Ein Test wäre vielleicht auch, ob es dir durch ein paar Tage komplett ohne Kohlenhydrate besser geht (mit denen man ihn "füttert"), aber diesbezüglich bin ich mir nicht sicher, wie schnell das sich bemerkbar machen sollte.

Was mir noch eingefallen ist: Bei mir wurde neben der Stuhlprobe auch eine Blutprobe entnommen, ich denke, die Vitaminmangel haben sich eher in der Blutprobe gezeigt. Die Stuhlprobe hatte aber den Effekt, dass mir gesagt wurde, ich sollte E. coli Bakterien nehmen (Mutaflor). Ich hatte vorher immer Dr. Wolz Darmbakterien genommen, aber der Arzt sagte, das seien bei mir genau die falschen Bakterien (nur in meinem Fall). Es gibt also verschiedene Arten von Präparaten und es wäre sicherlich gut, erst ermitteln zu lassen, welche Bakterien dir fehlen, bevor du Präparate nimmst. Da ich Mutaflor und die Vitaminspritzen zeitgleich genommen/bekommen habe, kann ich letztlich nicht sagen, was davon nun geholfen hat - vielleicht beides.

Viel Erfolg!

  • Beitrag vom 26.04.2019 - 09:12

  • Autor*in:

    gisela43

Re: Magen Darm Mysterium

Hi Gisela,
Danke für deinen Beitrag. Ich wurde auf alle Intoleranzen getestet. Mein Körper hat jedes mal reagiert. Mal mehr, mal weniger. Die Tests waren auf dem Papier aber immer negativ. Ich habe fast alle Tests 3x gemacht.
Ich habe mir nach der Antibiose damals selber Präparate besorgt. Der Arzt hielt das nicht für nötig. Wäre aber ein Ansatz mit den Fuselalkoholen. Richtig schlimm mit der Unverträglichkeit gegenüber Alkohol wurde es nach der Antibiose.
Bzgl Fodmap und Histaminintoleranz werde ich auch noch einmal nachforschen.
Vielen lieben Dank für die neuen Ansätze!

  • Beitrag vom 24.04.2019 - 14:50

  • Autor*in:

    Brodel

Re: Magen Darm Mysterium

Hallo Brodel,

das klingt wirklich furchtbar belastend. Und es klingt, als seien bei dir Magen (Sodbrennen) und Darm betroffen. Vielleicht hängt das zusammen, vielleicht bist du auch einfach ein Sodbrennen-Kandidat und hast zusätzlich Darmprobleme?

Ich habe wie du lange Beschwerden gehabt, bis dann eine Fruktoseintoleranz festgestellt wurde. Bis dahin hab ich alles versucht, FODMAP, glutenfreie Ernährung, mit Pantoprazol vollgestopft etc. Nichts hat geholfen (FODMAP wäre für dich aber vielleicht einen Versuch wert? Führst du ein Ernährungstagebuch?) Mit fruktosefreier Ernährung war es bei mir eine Zeit lang besser, dann gingen die Beschwerden wieder los. Anhand einer Stuhlprobe hat ein leicht Heilpraktiker-mäßig angehauchter Schulmediziner dann eine beginnende Histaminintoleranz festgestellt und diverse Mangel (Vitamin B3, B6, B12, D etc.). Ich habe eine Zeitlang Vitaminspritzen bekommen und damit wurde auch meine Verdauung besser. Offensichtlich bedingt ein Vitaminmangel auch die Histaminintoleranz. Außerdem habe ich gelernt, das Rückenprobleme die Verdauung beeinträchtigen können und dass Entspannung (in meinem Fall Yoga) helfen kann.

Noch ein Gedanke: Wurde nach der Antibiose deine Darmflora wieder aufgebaut? Ein Freund von mir hat nach einer Antiobiotika-Therapie einen Darmpilz entwickelt, der sich von Kohlenhydraten ernährte. Dadurch hatte er die ganze Zeit Kopfschmerzen, so als hätte er einen Kater. Tatsächlich produzierte der Darmpilz Fuselalkohole, sodass es wirklich Kater-Kopfschmerzen waren. Daran musste ich bei deiner Schilderung denken.

Da du schon so viele Untersuchungen hinter dir hast, erzähle ich dir vielleicht nichts Neues, aber trotzdem: Vielleicht ist ja eine Idee für dich dabei.

Alles Gute!

  • Beitrag vom 24.04.2019 - 09:14

  • Autor*in:

    gisela43

Magen Darm Mysterium

Hallo,
Ich bin mit meinem Latein mehr als am Ende. Deswegen frag ich jetzt mal das Internet.
Ich bin 31 Jahre alt.
Seit beinahe 10 Jahren leide ich an leichten bis extrem heftigen Magen-Darm Beschwerden.
Angefangen hat es quasi von einem Tag auf den anderen. Mein Bauch füllte sich unnormal stark mit Luft. Mitunter konnte man die Luftblasen im Bauch bewegen. Meistens war es aber nur extrem extrem extrem schmerzhaft und krampfend . Begleitet durch schaumige Ausscheidungen, flüssige Durchfälle, Müdigkeit, Sodbrennen (immer) usw.
Nach etwa fünf Jahren verbesserten sich die Symptome etwas, bei einem 6 monatigen Aufenthalt in Spanien. Gingen jedoch nie ganz weg.
Die Symptome vermilderten sich etwas. Weniger Durchfälle, weniger Schaum, weniger Blähungen. Aber immer noch ständige Übelkeit, Mangelerscheinungen, Untergewicht, Depressionen, Antriebslosigkeit. Ein normales Leben ist mir schon lange nicht mehr möglich.
Im letzten Jahr habe ich noch einmal alle Allergietests gemacht die es gibt. Endoskopie von allen Seiten. Eine ganze Spezialklinik hat sich monatelang mit mir beschäftigt. Ohne Erfolg. Am Ende wurden mir 3 verschiedene Antibiotika gereicht, um meine Magen-Darm Flora zu "reseten". Der Arzt wies mich darauf hin, daß evtl. Gar nichts passieren würde und ich willigte ein. Was hat man nach mittlerweile über 8 Jahren zu verlieren?
Während der Einnahme der Antibiotika verschwanden einige Symptome für ein paar Tage komplett, kamen dann stärker wieder zurück. Nach der Einnahme (30Tage) dauerte es etwa einen Monat bis sich mein Zustand verbesserte. Wenn ich nun regelmäßig Pantoprazol einnehme (Mindestens 40mg pro Tag, mitunter 80) bleiben die meisten Symptome aus. Allerdings nur, wenn ich mindestens einmal am Tag Cannabis konsumiere. Dies hilft mir, in der Regel abends, die angesammelten Gase in meinem Bauch zügig loszuwerden. Außerdem hilft es gegen meine Übelkeit und Krämpfe. Meist überstehe ich dann den nächsten Tag bis zum Abend einigermaßen gut.
Frühes Aufstehen, spätes zu Bett gehen und Alkohol beeinflussen das Bild sehr negativ. Alkohol ist das schlimmste. Ich bin normalerweise nach 2 Bier betrunken (vor einigen Jahren noch nicht der Fall), fühle mich sofort krank, elend und müde und bekomme oft schon beim Trinken einen Kater. Spätestens aber am nächsten Morgen. Manchmal langt da schon ein großes Bier... Grundsätzlich habe ich den Alkoholkonsum fast auf 0 runtergeschraubt.
Nun bin ich über den Winter zum Arbeiten nach Thailand geflogen. Habe mir dort innerhalb der ersten 2 Monate 3 "Lebensmittelvergiftungen" eingefangen. 2x mit Krankenhausaufenthalt. Danach hat sich die Lage langsam beruhigt und mein Körper sich scheinbar an die neue Umgebung gewöhnt. Nun, nach 5 Monaten in Thailand ging es mir überraschend gut. Selten Beschwerden, meistens nur etwas Krämpfe und Blähungen. Permanent fester Stuhl. Allerdings meide ich auch Thai food. Ich habe weiter mit Cannabis und Pantoprazol therapiert. Wenn ich Pantoprazol weglassen kommt das Sodbrennen spätestens am Abend zurück. 1-2 leichte joints pro Tag reichen völlig.
Vor 9 Tagen bin ich nun auf die Philippinen geflogen um Urlaub zu machen. Kaum hier angekommen geht das gleiche Spiel wie anfangs in Thailand los. Allerdings muss ich hier auf meine grüne Medizin verzichten, da man mich sonst für immer und ewig wegsperrt oder mir in den Kopf schießt. Die Gesetze hier drüben sind eindeutig... Seit Tag 2 leide ich an Durchfall. Ich bin nur müde, super schwach und so dehydriert, dass ich gestern fast ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Ich flüchte jetzt mit dem nächsten Flieger nach Thailand und hoffe, daß es mir dort wieder besser geht. Ich esse sehr bewusst, versuche mich gesund und clean zu ernähren. Meide Streetfood, desinfiziere seit ich in Asien bin sogar meine Hände. Hilft aber nichts. Ob Desinfektionsmittel oder nicht, kein Unterschied. Es erwischt mich trotzdem. Die Ärzte sind sich einig dass ich vom Pantoprazol loskommen muss. Allerdings ist das, gepaart mit Cannabis, das Einzige, was mich am Alltag teilhaben lässt. Ohne ist Arbeiten quasi unmöglich. Permanente Schmerzen, Sodbrennen, Durchfälle.... Niemand hat eine Erklärung. Diagnose Reizdarm. Ja danke.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und evtl einen Rat oder einen guten Arzt in Deutschland? Ich bin auch bereit etwas weiter zu reisen. Darüber hinaus wäre ich dankbar über Kontakte zu Ärzten, die Cannabis verschreiben. Ich bin kein Junkie und will raus aus der Illegalität. Meine Ärzte gucken mich immer an als wollte ich Heroin von ihnen haben wenn ich das Thema anspreche... Dabei merke ich kaum einen Effekt wenn ich einmal auf eine Sorte eingestellt bin, außer eben das ich Schmerzfrei bin...
Hilfe! Bin am Ende.... Mal wieder.

  • Beitrag vom 23.04.2019 - 02:53

  • Autor*in:

    Brodel