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Teleskopbrücke oder Klammerprothese?

Re: Teleskopbrücke oder Klammerprothese?

Hallo Cocos,
ich weiss, ich bin um viele,viele Jahre zu spät für eine Antwort auf Deine Frage,- dennoch möchte ich mit meinen Erfahrungen darauf eingehen.
Ich bin knapp 50, vor ca. 3 Jahren wurden mir bis auf 7 Zähne im Oberkiefer alle gezogen. Dann bekam ich eine Klammerprothese. Ich war zufrieden, konnte so gut wie alles Essen, keinerlei Sprachprobleme und die Optik verändert sich auch nicht. Nach ca. 1,5 Jahren ging das Gute Stück dann kaputt (von meinem neuen Zahnarzt erfuhr ich, dass minderwertiges Material hergenommen wurde . tja, Pech damals auch mit der Zahnarztwahl ) und ich liess mir eine neue fertigen. die brach wieder, ich liess sie richten und das ganze ging so ca. 5-6 mal mit den dementsprechenden Rechnungen.Ständig wurde ich von meiner Zahnärztin dazu gedrängt, mir endlich eine gute Endarbeit machen zu lassen ( ohne zu ahnen, dass es am nicht stabilen Material lag ), und ging dann Anfang letzten Jahres auf eine Teleskopbrücke ein.Gesagt-Getan, Ich bekam die Teleskopbrücke und dann ging der Horror los.Optisch für mich ein Supergau, riesige Zähne.doppelt so lang und 3 mal so dick wie meine echten.Dann kam hinzu, dass ich bis dato einen Kopfbiss hatte ( die Frontzähne trafen aufeinander beim Kauen ) und nun hatte ich einen deutlichen Überbiss. Das heisst, der Biss veränderte sich so sehr, dass ich mit dem Unterkiefer nach hinten und nach rechts gedrängt wurde. Die Brücke wackelte und kippte vom ersten Tag an. Ständiges Einschleifen, die Haftung der Kronen erhöhen und Unterfüttern brachten gar nichts, ständige Schmerzen und Verkrampfungen im ganzen Körper waren die Folge. Alle restlichen Zähne im Oberkiefer taten weh und wurden lockerer, obwohl versprochen, dass sie sich festigen.Das alles ging über 9 Monate, dann suchte ich mir einen neuen Zahnarzt. Der machte erstmal jetzt im Mai ein Provisorium auf der Basis der abgeschliffenen Zähne mit dem richtigen Biss und dem richtigen Halt der Teleskopkronen. Nun hab ich dieses Teil 3 Monate und keine Besserung-im Gegenteil, mein ganzer Körper rebelliert mit Kreislauf, Schwindel, Übelkeit, Schmerzen Wirbelsäule und noch mehr Verkrampfungen. Mein Zahnarzt stellte bei mir jetzt zusammen mit einem Osteopathen eine Unverträglichkeit auf das starre System der Teleskopbrücke fest. Das heisst, der Oberkiefer und die Zähne bewegen sich ja, bei mir sehr stark, und durch die Unbeweglichkeit der Brücke wird mir das genommen. Die Muskeln und der Unterkiefer wollen sich so bewegen wie früher, geht aber nicht mehr. Mittlerweile habe ich starke CMD, die Zähne oben sind alle total gelockert und müssen raus - es folgt eine Vollprothese.
Summasummarum bin ich jetzt an Kosten um die 20000 Euros los in 1,5 Jahen für das Ergebniss, dass ich so ein System überhaupt nicht vertrage und nun alle Zähne loswerde.
Ich kann nur abschliessend sagen, ich wäre froh, wenn ich noch eine gute Klammerprothese drinne hätte ( kommt ja auch auf den Zahnarzt an ), dann würden meine restlichen Zähne noch ein Weilchen bei mir bleiben.
Verteufeln möchte ich Teleskoparbeiten keineswegs, aber den ganz ernst gemeinten Rat geben sich unbedingt über alle,wirklich alle Risiken zu informieren, die auftreten können und sich Zweit und Drittmeinungen einzuholen.
Ich wurde dadurch regelrecht ins Aus geschossen ( gesundheitlich und sozial ), von einer Minute zur anderen.
Liebe Grüsse und jedem den richtigen Zahnersatz!

  • Beitrag vom 09.09.2016 - 14:40

  • Autor*in:

    Seraphina

Teleskopbrücke oder Klammerprothese?

Hallo Alle,

alles ging ganz schnell in den letzten Monaten. Paradontose habe ich allerdings schon ewig.
Die ersten beiden Zähne wurden kürzlich gezogen, weitere sollen folgen (Backenzähne im Oberkiefer).
So wie es aussieht, werde ich die vorderen Zähne zunächst behalten (ca. 6 Stück).

Mein (neuer) Zahnarzt rät mir nun zu einer Teleskop-Prothese (er sagt "Teleskopbrücke", hört sich besser an).
Die Vorstellung, dass man alle (er sagt alle) gesunden Zähne dafür beschleifen muss, und ich dann oben nur noch goldene Stifte im Mund habe, macht mich völlig fertig. Ohne Prothese werde ich aussehen wie eine Horrorfilmgestalt!

Ich bin völlig down. Jetzt überlege ich mir daher, ob ich nicht doch zunächst erst mal eine Klammerprothese machen lasse, damit es nicht gleich so schlimm kommt! Mein Partner rät mir auch zu Letzterem, er meint, ich würde ganz anders aussehen mit der Teleskopprothese, und ist natürlich nicht begeistert.

Meine Fragen: Wie kommt man mit den metallenen Stiften statt Zähnen zurecht? Gewöhnt man sich daran, erschrickt man nicht jeden Tag vor sich selbst? Ist das Selbstbewusstsein nicht völlig weg wenn man so aussieht? Was habt Ihr für Erfahrungen mit der Teleskop-Prothese?

Soll ich erstmal eine Klammer-Prothese machen lassen? Wie kommt man mit diesem Teil zurecht?

Irgendwie finde ich im Netz ganz wenig zu dem Thema. Hab ich falsch gesucht?

Vielen Dank für's Lesen
Cocos

  • Beitrag vom 03.08.2009 - 22:27

  • Autor*in:

    cocos