Zahnärztin erkennt Parodontitis nicht?

Re: Zahnärztin erkennt Parodontitis nicht?

Also mal vorneweg: Ich bin mir sehr sicher, dass sie sowas nicht böswillig bzw. zumindest eigensinnig verschweigen würde. Natürlich kenne ich ihre Ärztin nicht, aber das kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Das auch ein Arzt mal was übersieht steht außer Frage, aber absichtlich verschweigen halte ich für nahezu unmöglich. Mal unabhängig von einer ethischen und menschlichen Perspektive, wäre es auch rechtlich ein viel zu hohes Risiko. Würde sowas jemals rauskommen verliert die Ärztin sofort ihren Job und kann diesen vermutlich auch nie wieder ausüben.

Allerdings muss ich sagen, dass allein die Tatsache das derlei Sorgen aufkommen nicht unbedingt für eine gute Beziehung zu deiner Ärztin sprechen. Woran genau das liegt ist erstmal irrelevant. Ich denke du solltest mal darüber nachdenken die Praxis zu wechseln. Das hilft auch mit der generellen Angst vorm Zahnarzt. Oder zumindest geht es mir so.
Eine gute Beziehung zum Zahnarzt und vor allem volles Vertrauen ist einfach wichtig. Ich hab gut 15 Ärzte getestet (von denen keiner wirklich schlecht war, aber bei denen es halt nicht geklickt hat), bevor ich den "richtigen" hatte.
Und vielleicht hast du diesen richtigen einfach noch nicht gefunden. Solltest du zufällig in der Nähe von Ludwigshafen leben kann ich dir diesbezüglich meinen nur wärmstens empfehlen: Prof. Dr. Dhom.

Schöne Grüße

  • Beitrag vom 02.11.2018 - 00:10

  • Autor:

    DADGAD

Zahnärztin erkennt Parodontitis nicht?

Hallöchen! Wird lang, ich muss das alles mal los werden.
Ich habe eine Frage zum Thema Parodontitis. Und zwar ist es wie folgend:
Ich bin weiblich, 18 Jahre alt. Mein ganzes Leben lang habe ich nie Zähne geputzt (es hat einfach niemanden um mich herum interessiert, mir das richtig beizubringen o.Ä.). Nur mal spartarnisch zwischendurch, wenn ich dann mal Lust hatte. Daraus sind natürlich entsprechend viele Löcher entstanden. Zahnarztangst durch eine vor 3 Jahren durchgeführte Wurzelbehandlung von einer sehr unangenehmen Ärztin bestand, sodass ich mich grundsätzlich gegen Kontrollbesuche gesträubt habe. Damals wurde übrigens eine Zahnreinigung mit Versiegelung und allem drum und dran durchgeführt. Wie gesagt, 3 Jahre her.
Durch eine leichte Zahnfleischentzündung vor einigen Wochen bekam ich dann so viel Panik, dass ich unter psychosomatischem Fieber litt. Zahnschmerzen, Einbilden von lockeren Zähnen etc. kam dazu, ich lag wirklich flach und habe die Nächte durchgeweint. Ich bin also zu einer anderen Ärztin gegangen, die sich das alles angesehen hat. Ich habe ihr auch von meinem Fieber erzählt. Sie meinte dann, dass ich halt unglaublich viele (13 an der Zahl, laut ihr) Löcher oder zumindest Beginn von Karies habe, dazu zählen auch die vier Füllungen die ich bereits hatte. Das Fieber käme von etwas Anderem. Wir würden die Löcher füllen und Füllungen austauschen, ich schön putzen und gut ist. Schwups, Fieber und Schmerzen weg, daher bin ich sehr sicher, dass es psychosomatische Ursachen hatte. Bin da sehr anfällig.
Bin dann also in Behandlung gegangen. 7 Löcher sind gefüllt (wobei eine Füllung mittlerweile durch "interessante Form des Loches" abgebrochen ist, was auch wieder lustige Nebeneffekte meiner Psyche mit sich trägt aber nun ja), 3 oder 4 Sitzungen habe ich noch vor mir (ju-hu).
Seitdem ich täglich die Zähne putze (und tatsächlich erst seitdem!) fällt mir auf, dass mein Zahnfleisch an den oberen Vorderzähnen schnell zurückgegangen ist (ca. 1 mm). Das war vorher nicht so. Allerdings ist das innerhalb von etwa einer Woche passiert und seitdem beobachte ich keinen Rückgang mehr. Es sieht auch gar nicht krank aus, sie sind halt einen Ticken länger. Meine Frontzähne waren mein ganzes Leben lang Kälte- und Wärmeempfindlich, daher kann ich über diesen Aspekt keine Auskunft geben. Es hat sich aber nichts verändert und starke Schmerzen treten wirklich nur bei Eis und super heißem Kaffee auf. Zahnfleischbluten hatte ich auch immer, solange ich mich erinnern kann. Aber nie spontan, sondern nur beim Zähneputzen.
Nun, gestern im Bus, fiel mir auf, dass meine Schneidezähne sich beide anfühlen, als würden sie... "einrasten". Wenn ich sie "ansauge" und dann los lasse. Allerdings nur spontan. An ihnen herumwackeln möchte ich persönlich nicht, ich kenne mein Glück, nachher fallen sie einfach so raus. Mein Gaumen ist an der Stelle wund (ich schmecke Eisen) aber wie gesagt, es sieht nichts dramatisch krampfhaft aus.
Beim Zahnarzt wurden Röntgenbilder gemacht, allerdings nur von den Backenzähnen und das Einzige was sie mir dazu sagte, war dass ich die Weisheitszähne raus operieren lassen muss und sie mir erst eine Wurzelspitzenresektion machen lassen will, bevor sie den wurzelbehandelten Zahn überkronen lässt (nein danke, sicher nicht).
Dadurch, dass an zwei Frontzähnen Karies besteht (ein Zahn davon wird am 11.12 behandelt), hat sie sich logischerweise diese auch betrachtet. Kann es sein, dass sie Parodontitis übersehen hat? Ich gehe hier echt ein, bekomme meine üblichen Angstsymptome und habe wirklich viel Angst, dass meine Frontzähne bald herausfallen.
Natürlich werde ich sie beim nächsten Termin darauf ansprechen. Allerdings frage ich mich, ob es andere Gründe für den Rückgang des Zahnfleisches an gerade nur diesen Zähnen geben kann, denn den anderen geht es gut. An denen hat sie ja auch schon kräftiger herum gedoktert und diese daher vermutlich genauer betrachtet.
Ich bin starke Nagelkauerin (also wirklich, mein ganzes Leben lang und tagtäglich und in jeder Situation) sowie leichte Zähneknirscherin (was mir erst vor ein paar Monaten aufgefallen ist, dachte vorher das sei normal). Kann es damit zusammenhängen?
Es wundert mich auch einfach so sehr, dass der Rückgang des Zahnfleisches erst bei Beginn des Zähneputzens begonnen hat und nun anscheinend gestoppt ist aber trotzdem dieses "Einrastgefühl" besteht.
Jemand eine spontane Einschätzung oder kennt das Problem? Kann es sein, dass meine Zahnärztin die Parodontitis einfach nicht erkannt hat/erkennt? Gibt es theoretisch (ich unterstelle nichts!) Vorteile für sie, wenn sie diese nicht rechtzeitig behandelt?

Nochmals Entschuldigung für diesen langen Text, aber irgendwo muss ich das los werden.

  • Beitrag vom 02.12.2017 - 18:21

  • Autor:

    xMaariie