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Bindehautentzündung bei Kindern

Kind mit Bindehautentzündung hält Augen zu © rawpixel

Bei Kindern und Babys stellt die Bindehautentzündung eine häufige Diagnose dar. Durch den engen Körperkontakt beim Spielen mit anderen Kindern oder Familienmitgliedern sind Kinder besonders gefährdet, an einer ansteckenden Bindehautentzündung zu erkranken und diese weiterzutragen. Eine kombinierte Hornhaut- und Bindehautentzündung (Keratokonjunktivitis) bricht nicht selten wie eine Epidemie in Kindergärten oder Schulen aus. Deshalb wird von vielen Schulen und Kindergärten eine ausreichende Heilung verlangt, bevor ein erkranktes Kind wieder unter andere Kinder gehen sollte.

Ursachen einer Bindehautentzündung bei Babys & Kindern

Eine sehr häufige Ursache der Bindehautentzündung ist bei Kindern und Babys der Verschluss der Tränenwege. Die Tränenkanälchen können sich oft verzögert entwickeln. Da die Tränen nicht abfließen können, leiden die Kinder unter einem ständig tränenden Auge und ein kleiner Tränensee bildet sich am Unterlid.

Dieser Tränensee begünstigt die Ansiedlung von Bakterien und das Kind erleidet immer wiederkehrende Bindehautentzündungen. Der Augenarzt versucht die Tränenkanälchen wieder zu eröffnen, wodurch ein Tränenabfluss ermöglicht wird. Dann bleiben die Bindehautentzündungen meist aus.

Gonokokken-Bindehautentzündung

Gonokokken können eine gefährliche Bindehautentzündung verursachen. Trägt eine Mutter das Tripper-Bakterium im Genitaltrakt, so kann sich das Neugeborene im Geburtskanal anstecken und an einer Bindehautentzündung erkranken. Dann muss das Baby im Krankenhaus behandelt werden, um eine Beteiligung der Hornhaut und weitere Komplikationen zu verhindern.

Um eine Gonokokken-Bindehautentzündung des Babys zu vermeiden, können nach der Geburt prophylaktische Augentropfen gegeben werden.

Chlamydien und Pneumokokken als Ursache

Bei Babys sind häufig auch Chlamydien die Auslöser einer Bindehautentzündung. Auch hier können sich die Babys bei der Geburt in den Geburtswegen der Mutter anstecken. Eine Chlamydieninfektion der Mutter ist häufig symptomlos und kann daher lange unbemerkt bleiben.

Weitere relativ häufige Erreger der Neugeborenen-Konjunktivitis sind Pneumokokken. Bei ihnen kann sich zu den allgemeinen Symptomen ein Hornhautgeschwür entwickeln.

Neben der hoch ansteckenden Keratokonjunktivitis können Babys an einer weiteren Form der viralen Bindehautentzündung erkranken. Diese wird durch Herpes-Viren ausgelöst, welche im Geburtskanal der Mutter angesiedelt sein können.

Aktualisiert: 07.03.2019 – Autor: Marina Hochdorfer

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