Baker-Zyste im Knie

Mann mit Baker-Zyste im Knie © istockphoto, KenTannenbaum

Bei einer Baker-Zyste handelt es sich um eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste in der Kniekehle. Sie bildet sich oftmals als Folge einer chronischen Knieerkrankung. Typisches Symptom ist eine meist gut tastbare Schwellung in der Kniekehle. In der Regel kann eine Baker-Zyste konservativ durch entzündungshemmende Salben behandelt werden. Lassen die Beschwerden trotzdem nicht nach, sollte eine OP in Betracht gezogen werden.

Knieschaden als Ursache

Eine Baker-Zyste entsteht in der Regel als Folge einer chronischen Erkrankung des Knies. Dazu zählen unter anderem Meniskusschäden oder Rheuma. Liegt eine Schädigung oder eine Reizung im Bereich des Knies vor, versucht der Körper diese durch die vermehrte Produktion von Gelenkschmiere auszugleichen. Dadurch entsteht im Gelenk ein höherer Innendruck, das Bindegewebe in der Umgebung erschlafft und es kann sich eine flüssigkeitsgefüllte Zyste bilden.

Von einer Baker-Zyste sind in erster Linie Menschen im mittleren oder hohen Lebensalter betroffen. Vereinzelt können die Beschwerden aber auch bei Kindern auftreten.

Symptome bei einer Baker-Zyste

Eine Baker-Zyste ist meistens gut tastbar. Wie stark die Schwellung ausgeprägt ist, ist unter anderem von der körperlichen Aktivität abhängig. Je aktiver der Betroffene ist, desto ausgeprägter sind die Beschwerden in der Regel nämlich.

Oftmals klagen die Betroffenen auch über Bewegungseinschränkungen im Knie. Drückt die Zyste auf die umliegenden Nervenbahnen und Blutgefäße, können Missempfindungen in den Füßen auftreten. Reißt die Zyste, machen sich Schmerzen im Knie bemerkbar, die sich auf Druck noch weiter verstärken.

Eine Baker-Zyste behandeln

Verursacht eine Baker-Zyste keine Beschwerden, ist in der Regel auch keine Behandlung nötig. Bei Beschwerden können entzündungshemmende Medikamente mit Diclofenac oder Ibuprofen eingesetzt werden. In seltenen Fällen können auch Kortisonspritzen verabreicht werden. Diese sind aufgrund möglicher Nebenwirkungen jedoch umstritten. Zeigt eine konservative Therapie keine Wirkung, kann die Baker-Zyste operativ entfernt werden.

Wichtiger als die Behandlung der Baker-Zyste selbst ist jedoch, die zugrunde liegende Ursache zu therapieren. Ansonsten kann es passieren, dass die Zyste immer wieder auftritt. Ist die Zyste beispielsweise die Folge eines Meniskusschadens, sollte dieser ebenfalls behandelt werden.

Aktualisiert: 16.04.2014 – Autor: Kathrin Mehner

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