Nebennierenmark – Krankheiten

Überfunktion des Nebennierenmarks

Das Phäochromozytom ist ein Tumor, der vorzugsweise im Nebennierenmark, aber auch an anderen Körperstellen auftritt. Seine Zellen bilden übermäßig Adrenalin und Noradrenalin, was zu stark erhöhtem Blutdruck führt.

Betroffene leiden unter anfallsartigen Bluthochdruck-Attacken, die von Kopfschmerzen, Schwindel und Herzklopfen begleitet werden (Flush-Symptomatik). Angstgefühle und starkes Schwitzen kommen auch vor. Der Tumor wird operativ entfernt, der Bluthochdruck medikamentös behandelt.

Unterfunktion des Nebennierenmarks

Verschiedene Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes, Alkoholismus, Porphyrie (verminderte Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin) oder Amyloidose (krankhafte Eiweißablagerungen im ganzen Körper) führen dazu, dass das Nebennierenmark zu wenig Katecholamine produziert. Dadurch wird die Blutdruckregulation gestört.

Häufig kommen Kopfschmerzen, Ohrensausen oder Schwindel vor, viele Betroffene werden leicht ohnmächtig. Ihnen helfen blutdrucksteigernde Medikamente.

Wie kann ich meine Nebennieren schützen und unterstützen?

Damit Ihre Nebennieren nicht ständig auf Hochtouren laufen müssen, verbannen Sie möglichst viel Stress aus Ihrem Alltag – wenn das nicht möglich ist, sorgen Sie wenigstens für ausreichend viele Entspannungsmomente.

Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Versorgung mit Magnesium, Kalium und den Vitaminen B und C. So halten Sie Ihre Nebennieren topfit. Haben Sie es schon einmal mit Yoga probiert?

Besonders die Übungen "Kobra", "Bogen" und "halber Drehsitz" unterstützen die Hormonproduktion Ihrer Nebennieren. Ein weiterer Geheimtipp: Die Ginsengwurzel wird schon seit vielen Jahrtausenden in China und Korea als Stärkungsmittel für die Nebennierenrinde eingesetzt. Probieren Sie es doch mal mit einem Teeaufguss aus einem kleinen Stück der "Stresskiller"-Wurzel.

Aktualisiert: 04.07.2017
Autor*in: Nathalie Blanck

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