Hashimoto-Thyreoiditis - Symptome und Diagnose

Welche Symptome zeigt die Krankheit?

Fast immer beginnt die Entzündung schleichend – es tut nichts weh, es gibt keine Beschwerden. Nach einiger Zeit kann sich die Schilddrüse langsam vergrößern, was vom Betroffenen aber häufig gar nicht bemerkt wird. Vereinzelt kommt es im Rahmen akuter "Entzündungsattacken" zur plötzlichen Freisetzung von Schilddrüsenhormonen ins Blut und damit Symptomen einer Überfunktion. Erst später treten nach und nach Zeichen einer Unterfunktion auf.

Symptome von Hashimoto-Thyreoiditis

Diese Symptome kennzeichnen eine Hashimoto-Thyreoiditis:

  • Zeichen der Überfunktion: Typisch sind ein schneller und unregelmäßiger Puls, Zittern der Hände, Wärmeempfindlichkeit und eine Neigung zum Schwitzen. Die Haut ist warm und feucht, der Stuhlgang häufig und weich, es kommt zu Gewichtsverlust trotz gesteigertem Appetit und zu Haarausfall. Die Muskel können schmerzen, bei Frauen treten oft Menstruationsstörungen auf. Die Betroffenen sind nervös und reizbar und leiden unter Schlaflosigkeit.
  • Zeichen der Unterfunktion: Der Mangel an Schilddrüsenhormonen führt zu Kälteempfindlichkeit, verlangsamtem Puls und Herzvergrößerung, verringertem Appetit und Gewichtszunahme. Die Haut ist kühl und trocken, die Nägel brüchig, das Haar wird dünn und struppig, die Stimme heiser und rau. Die Betroffenen wirken häufig verlangsamt und träge oder depressiv, die Libido ist vermindert. Auch hier kann es zu Zyklusstörungen kommen. Oft sind die Cholesterinwerte im Blut erhöht.

Verschiedene Antikörper und der gestörte Hormonhaushalt können bei Frauen im gebärfähigen Alter zu einer verminderten Schwangerschaftsrate und erhöhten Gefahr für Fehlgeburten führen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Neben der Krankengeschichte und dem Tastbefund der Schilddrüse steht der Bluttest im Mittelpunkt der Diagnostik. Damit können Hormonveränderungen festgestellt und die spezifischen Antikörper gegen das Schilddrüsengewebe bestimmt werden. Allerdings stimmen die Hormonwerte nicht unbedingt mit den aktuellen Symptomen überein, die Antikörper sind nicht immer oder in unterschiedlicher Zahl vorhanden. Mit einer Ultraschalluntersuchung lassen sich Größe und Struktur der Schilddrüse bestimmen.

Aktualisiert: 18.01.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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