Morbus Basedow – Symptome und Therapie

Symptome vom Morbus Basedow

Verlauf und Ausprägung der Erkrankung können sehr unterschiedlich sein. Im Vordergrund stehen die Beschwerden infolge der Schilddrüsenvergrößerung und der -überfunktion. Dazu gehören vor allem: 

  • schneller, manchmal unregelmäßige Puls
  • Zittern der Hände
  • Wärmeempfindlichkeit
  • Neigung zum Schwitzen
  • Nervosität
  • Gewichtsverlust

Veränderung der Augen bei Morbus Basedow

Bei etwa der Hälfte der Patienten von Morbus Basedow kommen Sehstörungen und Augenveränderungen hinzu. Diese sind gekennzeichnet durch einen "glotzenden Blick" mit hervortretenden Augen (Exophthalmus), geröteten, brennenden, drückenden Augen und manchmal Beeinträchtigung der Muskel- und Sehfunktion.

Die Schwellung kann so ausgeprägt sein, dass kein Lidschluss mehr möglich ist. Diese Augensymptome werden auch als "endokrine Opthalmopathie" bezeichnet.

Merseburg-Trias infolge von Morbus Basedow

Seltener sind Symptome durch die Immunstörungen, die im Prinzip alle Organe betreffen können und nicht immer eindeutig zuzuordnen sind. Als Merseburg-Trias wird die klassische Kombination aus drei Hauptsymptomen bezeichnet:

  • Schilddrüsenvergrößerung
  • Exophthalmus
  • Schneller Puls

Diagnostik der Basedow-Krankheit

Häufig sind Krankengeschichte und Symptome bereits so typisch, dass neben der körperlichen Untersuchung nur noch Blutuntersuchungen durchgeführt werden müssen. Dabei werden vor allem Schilddrüsenhormone und verschieden Antikörper gegen das Schilddrüsengewebe (TRAK, TPO-AK) bestimmt.

Im Ultraschall lassen sich das Gewebe und die Durchblutung darstellen. Eventuell schließt sich eine Szintigraphie an, mit der die Stoffwechselaktivität und Funktion der Schilddrüse beurteilt werden kann.

Therapie von Morbus Basedow

In einigen Fällen kommt es ohne Behandlung zur Heilung, allerdings kann die Krankheit immer wieder ausbrechen. Bleibt die Überfunktion bestehen, ist eine Therapie unumgänglich – sonst besteht die Gefahr, dass sich eine lebensbedrohliche "thyreotoxische Krise" entwickelt. Die Behandlung basiert auf der Unterdrückung der Überfunktion.

Als Therapiemöglichkeiten stehen neben Medikamenten auch eine Radiojodbehandlung, bei der das Schilddrüsengewebe radioaktiv bestrahlt und damit zerstört wird, sowie die teilweise oder vollständige operative Entfernung der Schilddrüse zur Verfügung. Manchmal wird durch die Therapie eine Schilddrüsenunterfunktion erzeugt, die wiederum medikamentös eingestellt werden muss.

Aktualisiert: 23.01.2017
Autor*in: Dagmar Reiche

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