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Erkältung - Eine Erkrankung mit vielen Symptomen

Frau leidet an Erkältung © istockphoto, DzoPhotography

Fast jeder kennt es, ein Kratzen im Hals, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen: Eine Erkältung ist im Anmarsch. Erkältungen sind die meist verbreitete Volkskrankheit. Ein 75jähriger Mensch zum Beispiel leidet durchschnittlich 200 Mal in seinem Leben an einer Erkältung. Da eine Erkältung in der Regel sieben bis neun Tage dauert, verbringt jeder Mensch etwa zwei bis drei Jahre seines Lebens mit Schnupfen und Husten.

Grippe oder Erkältung?

Die Unterscheidung zwischen einer Grippe und einer Erkältung ist nicht einfach. Die so genannte banale Erkältung – auch grippaler Infekt genannt – wird wie die Grippe durch eines der mehr als 200 bekannten Erkältungsviren hervorgerufen. Allerdings gibt es charakteristische Unterschiede:

  • Bei einer Grippe tritt akut Fieber mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius auf, der Betroffene ist deutlich entkräftet und leidet unter starken Kopf- und Gliederschmerzen. Die Virusgrippe ist eine schwere Erkrankung und fordert pro Winterhalbjahr allein in Deutschland zahlreiche Tote.
  • Bei einer Erkältung hingegen tritt selten Fieber mit derartig hohen Temperaturen auf. Fast alle Erkälteten haben Schnupfen. Kopf-, Glieder- und Halsschmerzen sowie Husten sind häufig und lästig, aber meist von geringerer Intensität als bei der Grippe. Die Beschwerden einer Erkältung klingen meist nach einigen Tagen ab, die echte Grippe dauert in der Regel länger. Die Erkältung gehört zwar nicht zu den schweren Erkrankungen, beeinträchtigt aber Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit erheblich.

Ansteckung durch Viren

Erkältungen sind Virusinfektionen und können durch eine Reihe verschiedener Viren (zum Beispiel Rhinoviren, Adenoviren) hervorgerufen werden. Viren sind winzige Krankheitserreger, die zur Vermehrung eine fremde Zelle benötigen.

Die Ansteckung erfolgt meist durch eine Tröpfcheninfektion: Die Viren einer infizierten Person wirbeln beim Niesen oder Sprechen durch die Luft, die gesunde Person nimmt diese durch die Atemwege auf. Auch durch das Händeschütteln mit einer bereits erkrankten Person können die Viren übertragen werden, wenn diese nach dem Händedruck mit den Fingern an die Nasen- oder die Augenschleimhaut gelangen.

Meist befällt der Virus zunächst die Nasen- und Rachenschleimhaut. Diese schwillt an und produziert vermehrt Sekret. Das Abwehrsystem des Körpers wird alarmiert, Allgemeinbeschwerden wie Abgeschlagenheit und Fieber sind die Folge.

Erkältung – ein Winterphänomen?

Erkältungen verbinden wir meist mit kalten Wintertagen. Alleine das Wort Erkältung deutet bereits darauf hin, dass Kälte etwas mit der Erkrankung zu tun haben muss. Dafür gibt es eine logische Erklärung: Viren verbreiten sich unter winterlichen Bedingungen besonders schnell. Die Menschen halten sich mehr in schlecht belüfteten und beheizten Räumen auf, es gibt weniger Sonnenlicht, das Viren abtötet.

Weihnachtsstress sowie Silvesterpartys und Karnevalsfeiern mit vielen Besuchern schaffen die idealen Voraussetzungen für eine schnelle Virenverbreitung. Außerdem ist die eingeatmete Luft im Winter erheblich kälter, kühlt die Nasenschleimhaut und verringert dadurch ihre Durchblutung. Infektionserreger haben so gute Chancen, sich in den Atemwegen festzusetzen.

Eine Erkältung bekommt man aber nur dann, wenn die Viren auch vorhanden sind. Untersuchungen bestätigen, dass keine Erkältung ausgelöst werden kann, wenn der Körper sich nicht zuvor mit Viren infiziert hat; auch nicht bei Zugluft und plötzlicher Abkühlung des Körpers. Ein Einsiedler kann sich also nur schwer eine Erkältung zu ziehen.

Obwohl das Risiko im Winter eine Erkältung zu bekommen viermal höher ist als im Sommer, ist eine Erkältung in der warmen Jahreszeit mindestens genauso lästig. Besonders Klimaanlagen in Büroräumen oder in Flugzeugen trocknen und kühlen die Nasenschleimhaut aus und begünstigen so die Virenvermehrung.

Aktualisiert: 04.09.2013 – Autor: Bayer Vital GmbH

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