10 Tipps gegen Kälte im Winter

Frau in winterlicher Kälte © Lorri Lang Photography

Bei knackig kalten Temperaturen im Winter wünschen wir uns oft sehnlichst den Sommer mit seinem warmen Wetter zurück. Denn kaum geht man in den Wintermonaten vor die Tür, fängt man an zu frieren. Doch das muss nicht sein! Mit ein paar Tipps und Tricks können Sie auch im Winter dafür sorgen, dass Ihnen wohlig warm ist. Wir haben die 10 besten Tipps gegen Kälte im Winter für Sie zusammengetragen. 

1. Anziehen nach dem Zwiebelprinzip

Der beste Weg, Kälte im Winter vorzubeugen, ist die richtige Kleidung. Hier hat sich schon seit Omas Zeiten das Zwiebelprinzip bewährt: Ziehen Sie sich also nicht nur einen dicken Wollpullover an, sondern ziehen Sie besser mehrere Schichten übereinander. Ideal ist, wenn Sie mehrere dünne Schichten tragen – beispielsweise ein Unterhemd, ein T-Shirt und einen mittelwarmen Pullover. Zwischen den einzelnen Schichten kann sich dann eine isolierende Schicht bilden, die dafür sorgt, dass wir nicht frieren.

Zudem bietet das Zwiebelprinzip auch den Vorteil, dass wir uns den Tag über besser an verschiedene Temperaturen anpassen können. 

2. Naturmaterialien wählen

Beim Kauf von Winterkleidung sollten Sie besonders auf die Qualität der Produkte achten, denn nicht alle Materialien wärmen gleich gut. Empfehlenswert sind vor allem Naturmaterialien wie Wolle, Daunen oder Schaffell.

Sie schützen uns nicht nur vor den kalten Temperaturen im Winter, sondern sind in der Regel auch recht atmungsaktiv. Dadurch sorgen sie dafür, dass die Feuchtigkeit, nicht aber die Körperwärme, nach außen transportiert wird. In einigen Kunstfasern schwitzt man dagegen schnell und friert dadurch auch leichter: Denn wenn die Haut nass ist, wird einem schneller kalt. 

3. Wärmflasche machen

Wenn Sie so richtig durchgefroren sind, kann Ihnen eine warme Wärmflasche helfen, sich wieder etwas einzuheizen. Füllen Sie die Wärmflasche allerdings nie mit kochendem Wasser, da es ansonsten zu Verbrennungen kommen kann.

Alternativ zur Wärmflasche können Sie auch ein Kirschkernkissen kurz im Ofen erwärmen. Ist Ihnen abends kalt, können Sie die Wärmflasche auch ruhig mit ins Bett nehmen. Am besten legen Sie die Wärmflasche dann auf Ihre Füße, denn Schlafforscher haben herausgefunden, dass kalte Füße den Schlaf behindern. 

4. Massagen fördern die Durchblutung

Wer im Winter leicht friert, für den sind Massagen mit wärmenden Ölen genau das Richtige. Besonders wohltuend ist beispielsweise Rosmarinöl, da es die Durchblutung der Haut fördert und so für wohlige Wärme sorgt. Neben Rosmarinöl haben auch Arnika- und Ingweröl einen wärmenden Effekt.

Für den täglichen Einsatz sind Massagen mit einem Schwamm oder einer Bürste empfehlenswert. Auch sie fördern die Durchblutung und helfen somit gegen Kälte.

Beginnen Sie an der Außenseite des rechten Beines und arbeiten Sie sich langsam vom Fuß bis zum Oberschenkel nach oben. Anschließend ist die Innenseite an der Reihe. Verfahren Sie ebenso mit dem anderen Bein sowie den beiden Armen. Massieren Sie zum Schluss den Bauch kreisförmig im Uhrzeigersinn. 

5. Warmes Fußbad

Ein warmes Fußbad ist im Winter vor allem bei kalten Füßen empfehlenswert. Besonders wohltuend ist ein ansteigendes Fußbad. Beginnen Sie bei 35 Grad und erwärmen Sie das Wasser nach und nach bis auf 42 Grad. Insgesamt sollte das Fußbad etwa 15 Minuten dauern. 

Zur Abhärtung sind dagegen Wechselbäder gut geeignet. Dafür füllen Sie ein Gefäß knöcheltief mit 15 Grad kaltem Wasser und eines mit 35 Grad warmem Wasser. Stecken Sie die Füße zunächst für zwei Minuten ins warme Wasser und wechseln Sie dann für 10 bis 20 Sekunden in den kalten Behälter. Wiederholen Sie die Prozedur drei- oder viermal, trocknen Sie dann die Füße ab und ziehen Sie sich dicke Socken an. 

6. Ingwer wärmt von innen

Wenn Sie im Winter schnell frieren, können feurige Gewürze Ihnen wieder einheizen. Besonders gut ist Ingwer geeignet. Machen Sie sich bei einer Kälteattacke einfach eine Tasse heißes Ingwerwasser. Die im Ingwer enthaltenen ätherischen Öle und Scharfstoffe sorgen dafür, dass Ihnen von innen wieder wohlig warm wird.

Neben Ingwer heizen uns auch Gewürze wie Chili, Cayennepfeffer und Zimt von Innen ein.

Probieren Sie es doch einmal mit einem heißen Gewürztrunk: Lassen Sie dafür 100 Milliliter Wasser und 250 Milliliter Milch mit einem Stück Ingwerwurzel aufkochen. Fügen Sie anschließend jeweils einen viertel Teelöffel Kardamom, Kurkuma, Pfeffer und Zimt hinzu. 

7. Entspannen in der Wanne

Ein warmes Vollbad hilft im Winter nicht nur gegen die Kälte, sondern bietet auch jede Menge Entspannung. Durch wärmende Badezusätze wie Rosen- oder Thymianöl können Sie den Wohlfühleffekt noch weiter verstärken.

Achten Sie allerdings darauf, dass das Badewasser nicht wärmer als 38 Grad ist. Baden Sie auch nicht zu lange, ansonsten kann der Kreislauf zu stark belastet werden.

Nach dem Baden ziehen Sie sich am besten dick an und ruhen sich für mindestens eine halbe Stunde auf dem Sofa aus. 

8. Mütze tragen

Wer leicht friert, sollte im Winter darauf achten, immer eine Mütze dabei zu haben. Denn im Gesicht und auf der Kopfhaut sitzen besonders viele Nervenenden, sodass man die Kälte besonders deutlich spürt. Eine wärmende Kopfbedeckung ist deswegen äußerst sinnvoll.

Achten Sie außerdem darauf, auch immer einen Schal und warme Handschuhe dabei zu haben. Wer oft kalte Finger hat, für den sind Fäustlinge besser geeignet als Fingerhandschuhe. 

9. Zu wärmenden Lebensmitteln greifen

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird zwischen wärmenden und kühlenden Lebensmitteln unterschieden. Im Winter sollten Sie bevorzugt zu wärmenden Lebensmitteln greifen, da diese von innen wärmen sollen.

Dazu zählen unter anderem:

Kühlende Lebensmittel sollten Sie dagegen eher meiden, wenn Ihnen häufig kalt ist. Also Hände weg von Zitrusfrüchten, aber auch von Milchprodukten wie Joghurt und Quark sowie von Blattsalaten. 

10. Raus an die Luft

Auch wenn es bei kaltem Winterwetter oft schwer fällt – raffen Sie sich auf und gehen Sie eine Runde an die frische Luft. Dank der Bewegung wird die Durchblutung angekurbelt und das Kältegefühl lässt schnell nach.

Durch einen regelmäßigen Wechsel von kalt und warm wird nicht nur das Immunsystem gestärkt, sondern der Körper friert mit der Zeit auch weniger. Achten Sie beim Spazierengehen jedoch darauf, Ihre Kleidung an die aktuellen Wetterbedingungen anzupassen. 

Aktualisiert: 04.12.2018 – Autor: Kathrin Mehner

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