Hämatom am Auge

Bei einem Hämatom am Auge muss zwischen einem retrobulären Hämatom, einer Bindehauteinblutung und dem sogenannten Veilchen unterschieden werden. Ein retrobuläres Hämatom entsteht durch eine arterielle Blutung hinter dem Auge und kann die Funktion des Auges erheblich stören. Im schlimmsten Fall kann ein solcher Bluterguss unbehandelt zur Erblindung führen. Deswegen ist in manchen solcher Fälle eine Operation unumgänglich.

Bindehauteinblutung

Tritt eine Blutung direkt im Auge auf, handelt es sich dabei meist um eine Bindehauteinblutung, die durch ein geplatztes Äderchen hervorgerufen wird. Dann läuft Blut in den Raum zwischen Binde- und Lederhaut. Generell verschwindet ein solches Hämatom im Auge von selbst wieder – bereitet Ihnen der blaue Fleck Beschwerden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Veilchen

Unter einem Veilchen ist eine Blutung im Lidbereich des Auges zu verstehen. Durch den Bluteinstrom schwillt das Gewebe um das Auge herum an und nimmt eine rotbläuliche Farbe an. Meist entsteht ein blaues Auge als Folge eines Schlages oder eines Stoßes auf das Auge. Ein solches Hämatom am Auge sollte sorgfältig gekühlt werden, dann verschwindet es in der Regel innerhalb von wenigen Tagen von selbst wieder.

Hämatom am Auge: Wann zum Arzt?

Treten neben der Schwellung weitere Beschwerden am Auge auf, sollten Sie sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen. Denn das sogenannte Brillenhämatom, bei dem ein oder beide Augen von einem ringförmigen Bluterguss umgeben sind, kann auf einen Schädelbasisbruch hindeuten. Kommt es außerdem zu Bewusstlosigkeit, Bewusstseinsstörungen oder blutigem Ausfluss aus Nase, Mund oder Ohren, sollte der Patient sofort ins Krankenhaus gebracht werden.

Aktualisiert: 07.09.2012 – Autor: Kathrin Mehner

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