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Multiple Sklerose – Symptome, Diagnose, Verlauf

Diagnose von Multipler Sklerose am MRT-Bild © istockphoto, KatarzynaBialasiewicz

Die MS Symptome sind sehr unterschiedlich und reichen von geringen Anzeichen bis hin zu einem ausgeprägten MS Schub. Welche Beschwerden auftreten, hängt davon ab, welche Bereiche des Nervensystems von der Entzündung betroffen sind. Mögliche Anzeichen sind Sehstörungen wie Doppelbilder, Blasenschwäche, Kribbeln in Fingern und Zehen; auch Schwindel tritt häufig auf.

MS: Symptome und Anzeichen

Letztlich können theoretisch alle Bereiche der Motorik und Sensorik beeinträchtigt sein. Die Symptome von MS können denen einer Borreliose oder eines Hirntumors, aber auch denen eines Bandscheibenvorfalls ähneln. Die Symptome hängen davon ab, welche Teile des Zentralen Nervensystems beeinträchtigt sind. Häufig auftretende Symptome sind:

  • Bewegungsstörungen mit Spastik und Tremor (Zittern)
  • Blasen- und Darmfunktionsstörungen
  • Sehsstörungen mit Doppelbildern
  • Fatigue (Müdigkeit)
  • Hitzeempfindlichkeit
  • kognitive Störungen (Gedächtnisstörungen)
  • Sensibilitätsstörungen (Kribbeln in Armen/Beinen)
  • Sprachstörungen
  • Depression

Typische Symptome für Multiple Sklerose sind sich innerhalb von Stunden und Tagen entwickelnde körperliche Störungen, die durch einen oder mehrere neue Entzündungsherde bedingt sind. Solch ein MS-Schub klingt meist innerhalb von Wochen wieder ab – die entsprechende Funktion erholt sich komplett (in rund 75 Prozent der Fälle) oder es bleiben infolge von Vernarbungen Einschränkungen zurück.

MS-Diagnose und MS-Verlauf

Die Häufigkeit und Schwere eines Schubs ist sehr unterschiedlich, der Verlauf der Multiplen Sklerose nur schwer vorhersagbar, da er sehr unterschiedlich sein kann. Bei manchen Betroffenen tritt nur selten ein Schub auf, bei rund zwei Dritteln der Betroffenen verschlechtern sich die Körperfunktionen über die Jahre, bei 5 Prozent resultieren aus der MS dauerhaft schwere Behinderungen.

Die Diagnose der Multiplen Sklerose ist aufgrund der vielfältigen Symptome nicht einfach. Berücksichtigt werden hierbei die Krankengeschichte (Anamnese) sowie die Ergebnisse der körperlichen und der technischen Untersuchungen. Typischerweise werden folgende Untersuchungen vorgenommen:

  • Kernspintomographie (= MRT)
  • evozierte Potentiale (zur Prüfung von Funktion und Leitfähigkeit der Nerven)
  • Untersuchung des Nervenwassers (Liquorpunktion)
  • Blut- und Urinuntersuchungen

Damit kanndie Diagnose Multiple Sklerose gestellt und andere Ursachen der Symptome ausgeschlossen werden.

Aktualisiert: 06.04.2020 – Autor: Dagmar Reiche

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