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Multiple Sklerose – Ursachen

Nach bisherigen Erkenntnissen beruht Multiple Sklerose auf mehreren Faktoren, die bei dieser Krankheit zusammenspielen. Im Zentrum der MS Krankheit steht das Immunsystem, bei dem sich ein Teil der Abwehrzellen fälschlicherweise gegen körpereigenes Gewebe – die Schutzhüllen (Myelinscheiden) der Nervenfasern – richtet und dort eine Entzündungsreaktion auslöst. Was jedoch als Ursachen zu dieser fehlgeleiteten Immunreaktion (Autoimmunkrankheit) führt, ist unklar.

Wird MS durch eine Virusinfektion ausgelöst?

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts vermuteten Wissenschaftler, dass eine Infektion Ursache der Entzündung bei Multiple Sklerose sein könnte. Auch heute noch werden vor allem Infektionen mit Viren in der Kindheit als Auslöser verdächtigt, so die Erreger von Röteln und Masern oder das Epstein-Barr-Virus.

Auch andere Umwelteinflüsse wie ein Mangel an Sonnenlicht und Vitamin D werden als mögliche MS Ursachen diskutiert. Ebenso wird diskutiert, dass eine venöse Abflussstörung im Gehirn (chronische cerebrospinale venöse Insuffizienz, CCSVI) eine der Ursachen für Multiple Sklerose sein könnte.

MS als Erbkrankheit

Daneben besteht wahrscheinlich eine genetische Komponente, mit der zumindest eine Neigung für Multiple Sklerose vererbt wird. Durch die Entzündungsprozesse werden die Isolierhüllen der Nerven an verschiedenen Stellen im Gehirn oder Rückenmark zerstört (Demyelinisierung). Als Folge leidet dort die Informationsübertragung und es kommt zu Ausfällen der von diesen Nerven sonst mit Informationen versorgten Areale – beispielsweise der Augen oder der Haut.

Die Entzündungen können allerdings auch unbemerkt verlaufen. Oft klingen diese wieder ab und die MS Symptome bessern sich oder verschwinden ganz.

Aktualisiert: 06.06.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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