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Schlaganfall - Vorbeugung und Folgen

Mann mit Schlaganfall © istockphoto, Wavebreakmedia

Sind große oder lebenswichtige Gehirnbezirke betroffen, kann ein Schlaganfall tödlich verlaufen. Möglich sind auch schwere Beeinträchtigung der willentlich gesteuerten Bewegungsabläufe (Motorik), schwere Störungen der Funktion der Sinnesorgane (zum Beispiel Augen, Ohren, Gleichgewichtsorgan), eine ausgeprägte Funktionsstörung innerer Organe einschließlich der Ausscheidungsorgane. Durch Bettlägerigkeit steigt das Risiko für Thrombosen, Embolien sowie Lungenentzündungen. Auch die intellektuelle Leistungsfähigkeit kann eingeschränkt sein. Vor allem nach mehreren Schlaganfällen kann dies in eine Demenz münden.

Folgen von einem Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall spielt natürlich eine entscheidende Rolle, wie gut sich die Schädigungen zurückbilden. Zwar sind vollständige Heilungen in Einzelfällen denkbar, bei den meisten großen Schlaganfällen muss allerdings mit mehr oder weniger stark ausgeprägten, bleibenden Beeinträchtigungen gerechnet werden.

Da zahlreiche individuelle Faktoren eine große Rolle im weiteren Verlauf der Erkrankung spielen, sind Prognosen im Einzelfall sehr schwer zu stellen. Prinzipiell gilt jedoch, dass akut auftretenden Funktionsausfälle auch bei großen Schlaganfällen sich im weiteren Verlauf von mehreren Wochen oder Monaten teilweise zurückbilden können. Von entscheidender Bedeutung ist hierbei, inwiefern andere, noch intakte Hirnareale einspringen sowie Funktionen des untergegangenen Hirngewebes übernehmen können.

Maßnahmen zur Vorbeugung

Nicht selten folgen einem Schlaganfall weitere – bestehen doch meist auslösende Risikofaktoren wie Arteriosklerose weiter. Umgekehrt gilt aber auch: Einem Schlaganfall lässt sich mit all denjenigen Maßnahmen vorbeugen, welche auch zur Vermeidung anderer Gefäßerkrankungen angezeigt sind. Dazu gehören vor allem:

  • Gewichtsregulierung bei Übergewicht
  • Diät sowie Medikamente bei Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung oder Zuckerkrankheit
  • Nikotinabstinenz
  • Ausreichende körperliche Bewegung

Aufgrund dieser besonderen Bedeutung des Bluthochdrucks für die Entstehung von Schlaganfällen hat eine adäquate Einstellung des Blutdrucks oberste Priorität.

Aktualisiert: 20.08.2019 – Autor: Dagmar Reiche

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