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Heiserkeit – Was tun?

Heiserkeit: Dauer und Symptome

Wenn die Heiserkeit länger als zwei Wochen dauert, zusätzlich starke Schmerzen oder Atemnot auftritt, sollten Sie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Der Arzt wird Sie zum Beispiel nach der Dauer der Heiserkeit, nach weiteren Symptomen wie Schmerzen, Fieber oder Atembeschwerden und vorangegangenen Operationen fragen oder ob Sie Kontakt zu chemischen Reizstoffen wie Ammoniak oder Salzsäure hatten.

Heiserkeit: Untersuchung und Diagnostik

Bei der körperlichen Untersuchung sieht er sich Ihren Mund- und Rachenraum genau an und tastet die Lymphknoten ab. Ist eine Infektion zu erkennen, macht er einen Abstrich und legt damit eine Kultur an. So kann er herausfinden, welcher Erreger die Ursache für die Entzündung ist. Auch eine Blutuntersuchung kann dabei weiterhelfen.

Um den Kehlkopf genau zu untersuchen, führt der Arzt eine Laryngoskopie, eine Kehlkopfspiegelung, durch. Das ist zwar für Sie unangenehm, so kann er aber, besonders wenn Sie dann einige Sprachübungen machen, feststellen, ob sich die Stimmlippen seitengleich bewegen oder ob sie in der Beweglichkeit eingeschränkt sind. Es können dann weitere Untersuchungen wie Ultraschall, Röntgen, Magnetresonanztomographie oder Computertomographie durchgeführt werden, um zum Beispiel einen Tumor auszuschließen.

Heiserkeit behandeln

Wird die Heiserkeit durch eine Erkältung oder eine leichte Überanstrengung der Stimme verursacht, können Sie selbst viel tun, um die Schleimhaut wieder zur Abschwellung zu bringen. Ansonsten wird Ihnen der Arzt helfen.

Heiserkeit: Was tun? Selbst handeln!

  • Am wichtigsten ist es, die Stimme zu schonen. Vermeiden Sie zu sprechen und selbst zu flüstern, denn das strengt die Stimmbänder an.
  • Heiße Getränke wie Kräutertees sowie Dampfbäder zum Beispiel mit Kamille lindern das kratzende Gefühl im Hals.
  • Geben Sie eine Handvoll Salbeiblätter in einen halben Liter kochendes Wasser und lassen Sie die Mischung anschließend fünf Minuten lang ziehen. Gießen Sie danach die Flüssigkeit ab, fügen Sie einen Teelöffel Essig sowie einen Esslöffel Honig hinzu und gurgeln Sie mehrmals täglich mit dieser Lösung. Spucken Sie die Lösung nach dem Gurgeln aus.
  • Das Lutschen von Halsbonbons regt die Speichelproduktion an und hält den Hals feucht.
  • Trockene Raumluft, vor allem im Winter, können Sie mit einen Luftbefeuchter oder feuchten Tüchern bekämpfen.
  • Essen Sie Schnittlauch – das stärkt die Stimmbänder!
  • Sowohl aktives als auch passives Rauchen (verrauchte Kneipen!) sind absolut tabu.
  • Geben Sie etwas Quark auf ein feuchtes Leinentuch und binden Sie sich das Tuch um den Hals. Wickeln Sie ein weiteres Leinentuch und anschließend ein Wolltuch darüber. Lassen Sie den Qarkwickel über Nacht einwirken.

Heiserkeit: Behandlung durch einen Arzt

Bei einer Infektion wird der Arzt unter Umständen eine Behandlung mit Antibiotika einleiten. Stimmlippenknoten, Reinke-Ödem und Polypen der Stimmlippen müssen immer operiert werden. Meist genügt ein mikrochirurgischer Eingriff oder es wird ein Laserskalpell angewendet – beide Methoden sind schonend und relativ unblutig. Bei einem bösartigen Tumor ist eine ausgedehnte Behandlung mit Operation, Chemotherapie und/oder Bestrahlung nötig.

Aktualisiert: 11.02.2016 – Autor: Nathalie Blanck

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