Ohr des Menschen

Zur Funktion der Ohren zählt auch, dass Gleichgewicht zu steuern. Das Gleichgewicht wird durch das Lagesinnes- und Drehsinnesorgan in den Ohren gewährleistet. Die beiden Vorhofsäckchen im Ohr enthalten je ein Lagesinnesorgan. Bei Neigung des Kopfes werden die Sinneshärchen durch die Gallertplatten verbogen und damit die Sinneszellen erregt. Aus diesem Erregungsschema der Lagesinnesorgane steuert das Gehirn die Stellung des Kopfes. Die Bogengänge im Ohr sind Drehsinnesorgane. Diese leiten die Informationen über die Bewegungen des Körpers an das menschliche Gehirn weiter und sorgen für Ausgleichsbewegungen. Eine weitere Funktion der Ohren dient dem Hören. Das Trommelfell im Mittelohr ist mit den Gehörknöchelchen Hammer, Steigbügel und Amboss verbunden. Diese gewährleisten die Überleitung der Schallwellen an das Innenohr und den dort befindlichen Schneckengang. Die zugehörigen Sinneszellen leiten die Reize an den Hörnerv weiter.

Beeinträchtigungen der Ohren können durch Lautstärke, Stress oder übertriebene Hygiene entstehen. Schon ab 80 Dezibel sind bei längerer Einwirkung dauerhafte Schädigungen des Hörsinnesorgans möglich: Hoher Schalldruck zerstört die Hörsinneszellen. Diese können sich nicht regenerieren, die Schäden sind daher dauerhaft und nicht heilbar. Die Folgen reichen von Tinnitus über Schwerhörigkeit bis zur Taubheit. Erste Anzeichen können unter Umständen Druck im Ohr oder das Gefühl, dass die Ohren zu sind, sein.