Das Ohr - Warum Dirigenten besser hören

Das Sinnesorgan Ohr funktioniert bereits vor der Geburt und hält seine Funktion beim Sterbenden am längsten aufrecht. Das Ohr ist wichtig für unser soziales Leben - Laute, Töne und Geräusche nehmen wir durch unser Gehör wahr. Das Ohr ist das diffizilste und aktivste Sinnesorgan des Menschen, sogar während des Schlafens reagiert es auf akustische Signale.

Dirigenten hören besser, denn gutes Hören lässt sich trainieren

Eine Studie der Universität Magdeburg und zweier Hochschulen in Hannover kamen zu dem Ergebnis, dass Dirigenten ein wesentlich besseres räumliches Hörvermögen als andere Menschen haben. Grund hierfür ist offenbar das intensive berufsbedingte Training mit einem Orchester. Was für Dirigenten gilt, trifft auch auf "Otto Normalverbraucher" zu. Durch Hörerlebnisse werden Hirnprozesse angeregt. Umgekehrt ist es aber auch so, dass das Gehirn das Auswerten bestimmter Hörbereiche verlernen kann, wenn diese nicht mehr wahrgenommen Schallwellen, die ans Ohr dringen, werden in Signale umgewandelt, die über spezielle Nervenbahnen ins Hörzentrum des Gehirns gelangen und dort analysiert und interpretiert werden. Diese sehr komplexen Vorgänge sind noch nicht bis ins Detail erforscht. Unser Hörvermögen lässt im Laufe des Lebens nach, jedoch kann man "gutes Hören trainieren".

Wer jahrelang schlecht hört, verlernt das Verstehen

Dr. Karin Uphoff von der Fördergemeinschaft Gutes Hören: "Wenn Sie das Gefühl haben, manches nicht mehr richtig zu hören, gehen Sie zu einem unverbindlichen Hörtest zum Hörakustiker oder lassen Sie Ihre Ohren von einem HNO-Arzt untersuchen. Wer schlecht hört, sollte dies mit Hörsystemen ausgleichen. Nur so hat Ihr Gehirn - nur so haben Sie - die Chance, weiterhin alles zu verstehen."

Aktualisiert: 03.04.2014 – Autor: Fördergemeinschaft Gutes Hören

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