Innenohr - Krankheiten

Welche Krankheiten stehen im Zusammenhang mit Mittelohr?

Erkrankungen des Mittelohrs führen dazu, dass das Hören schwerer fällt. Im Mittelohr sind entzündliche Veränderungen am häufigsten – und zwar meistens im Rahmen einer Hals- und Racheninfektion, die sich über die Ohrtrompete ausbreitet.

Besonders Kinder leiden oft unter einer begleitenden Mittelohrentzündung bei Erwachsenen kommt sie häufiger im Rahmen einer Trommelfellverletzung vor, die nach Gehörgangsentzündungen oder bei unvorsichtigen Tauchmanövern auftritt.

Typische Erkrankungen des Innenohrs

Krankheiten des Innenohrs betreffen die Hörzellen und somit das Hören oder die Gleichgewichtszellen und führen damit zum Beispiel zu Schwindel. Da das Hörvermögen unerlässlich für die Sprachentwicklung ist, wird bei Kindern besonders darauf geachtet, dass Hörstörungen nicht unerkannt bleiben. Ein erster Hörtest wird bereits in den ersten Lebenstagen durchgeführt, Hörminderungen sollten in den ersten 3 Lebensjahren behandelt werden.

Im mittleren Lebensalter ist eine Verhärtung der Gehörknöchelchen und des Innenohres möglich – diese Otosklerose betrifft häufig Frauen und beide Ohren. Während das Hörvermögen durch eine Entzündung glücklicherweise meist nur vorübergehend eingeschränkt ist, bleibt die Schwerhörigkeit bei Schäden am Innenohr meist bestehen. Sind die Sinneszellen einmal zerstört, können sie nicht regenerieren.

Eine Abnutzung im Alter ist normal (Altersschwerhörigkeit), meist sind die hohen Frequenzen betroffen (deren Sinneszellen viel häufiger aktiviert wurden). Oft bessert sich das Hörvermögen mit einem Hörgerät, die inzwischen sehr klein, handlich und einfach zu bedienen sind Ist die Blutversorgung der Hörzellen im Innenohr kurzfristig unterbrochen, tritt ein Hörsturz auf; ein Klingeln im Ohr kann hingegen verschiedene Ursachen haben – meist bleibt unklar, warum die Ohrgeräusche entstehen.

Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

Schwindel und andere Gleichgewichtsstörungen zeigen entweder eine Störung im Innenohr oder eine Störung bei der Informationsverarbeitung im Gehirn an – beispielsweise unterscheiden sich auf einem schwankenden Schiff die Lageinformationen des Gleichgewichtsorgan von dem, was die Augen an das Gehirn melden, sodass es zur Reisekrankheit mit Übelkeit kommen kann.

Mit zunehmendem Lebensalter kommt es manchmal zu einer Zunahme von Otolithen in und auf der Gallertmasse im Gleichgewichtsorgan – Schwindel entsteht bereits bei der kleinsten Bewegung. Die Kombination aus Schwindel, Ohrgeräuschen und Schwerhörigkeit wird beim Morbus Meniere durch zu viel Flüssigkeit im Innenohr verursacht.

Wie kann ich meine Ohren schützen und unterstützen?

Ihr Trommelfell schützt das Innere Ihrer Ohren vor Keimen – vermeiden Sie alle Handlungen, die Ihr Trommelfell beschädigen könnten, zum Beispiel das Stochern mit Wattestäbchen, häufige Aufenthalte im Wasser oder plötzliche massive Druckschwankungen.

Bei einer Erkältung sorgen Sie dafür, dass sich diese nicht über die Ohrtrompeten auf die Ohren ausweitet: Besonders bei Kindern helfen wenigstens einmal täglich abschwellende Nasentropfen – so bleibt das Mittelohr belüftet und Keime haben keine Chance.

Laute Geräusche schädigen die Sinneszellen in der Hörschnecke: Neben Konzerten sind auch startende Düsenjäger und Motorräder Lärmquellen, deren Dezibelstärke das Ohr sehr anstrengt. Meiden Sie diese Risikofaktoren und testen Sie bei einem HNO-Arzt Ihr Hörvermögen. Lärm schadet übrigens nicht nur Ihren Ohren sehr, sondern fördert auch die Entstehung von Schlafstörungen, Allergien und anderen Erkrankungen.

Aktualisiert: 20.01.2017 – Autor: Nathalie Blanck

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