Gesunde Nägel - Eine Frage des Fingerspitzengefühls

Hände mit gesunden Fingernägeln © Karolina Grabowska / Kaboompics

Frauen lieben schöne feste Nägel. Wie ein Schmuckstück setzen manche ihre Fingerspitzen in Szene: Sie lackieren ihre Nägel farbig, verzieren sie mit glitzernden Steinchen oder kleinen Ringen. Diese Kreativität und Leidenschaft teilten bereits wohlhabende Frauen im Altertum, indem sie ihre langen Nägel mit Gold und Juwelen schmückten und so ihren gesellschaftlichen Rang ausdrückten. Die Länge der Nägel war zu jener Zeit ein Statussymbol, mit dem frau zeigte, dass sie keine schwere Handarbeit verrichten musste.

Heute steht weniger die Länge als vielmehr die gepflegte Erscheinung der Hände und Nägel im Vordergrund. Die Beschaffenheit unserer Nägel verrät viel über unsere Persönlichkeit, ob wir im Büro oder handwerklich arbeiten, ob wir nervös sind und Nägel kauen und wie genau wir es mit der Pflege nehmen. Doch Vorsicht vor all zu schnellen Rückschlüssen: Eingerissene und spröde Nägel – ein Makel, mit dem schätzungsweise jede zweite Frau zu kämpfen hat – sind nicht zwangsläufig Zeichen einer mangelnden Hygiene.

Nagelveränderungen

Nagelveränderungen können auch auf Krankheiten zurückzuführen sein oder schlichtweg durch eine falsche Pflege verursacht sein. "Nagellack, Lackentferner und übertriebenes In-Form-Bringen greifen auf Dauer die Nageloberfläche an. Dies sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch zu Entzündungen führen", erklärt Maria Schwormstedt, Ärztin bei der Techniker Krankenkasse (TK). So ist etwa das häufig praktizierte Beschneiden der Nagelhaut Gift für die Fingerspitzen, denn durch die winzigen Verletzungen können Bakterien eindringen und Infektionen hervorrufen.

Vor allem Menschen mit Diabetes sollten vorsichtig sein, da sie verstärkt zu Entzündungen neigen. Auch bei denjenigen, die häufig im Garten arbeiten und viel mit Wasser oder Reinigungsmitteln hantieren, haben Bakterien leichtes Spiel. Denn durch den ständigen Kontakt mit Wasser quillt das Gewebe der Nägel auf, wodurch diese ihre Widerstandsfähigkeit verlieren und spröde werden.

Aktualisiert: 20.02.2014 – Autor: TK

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