Hautflecken bei Kindern - Behandlung und Vorbeugung

Was kann man gegen den Hautausschlag tun?

Virale Infektionskrankheiten wie Masern, Röteln, Windpocken, Dreitagefieber oder Ringelröteln können nur symptomatisch behandelt werden, wobei neben fiebersenkenden Maßnahmen und ausreichender Flüssigkeitszufuhr besonders eine weitgehende Isolation des Erkrankten (z.B. kein Kindergarten- oder Schulbesuch) anzuraten ist, damit die hochansteckende Erkrankung nicht auf andere übertragen wird. Bakterielle Erkrankungen wie Scharlach oder Impetigo contagiosa müssen dazu antibiotisch behandelt werden, da es beim Scharlach sonst zu Spätkomplikationen wie Herzklappenveränderungen, bei der Grindflechte zu Infektionen von Augen oder Nasennebenhöhlen kommen kann.

Allergien, Neurodermitis & Schuppenflechte behandeln

Bei Allergien ist die Vermeidung des auslösenden Allergens die Haupttherapie. Viele allergische Exantheme treten im Kleinkindalter auf, sobald erste Nahrungsmittel ergänzt werden. Durch das Hinzufügen von jeweils nur einem neuen Nahrungsmittel auf den Speiseplan Ihres Kindes können Sie Unverträglichkeiten schnell erkennen und das betreffende Nahrungsmittel leicht eliminieren. Verhindern Sie den Kontakt zum Allergen und die Haut Ihres Kindes wird es Ihnen danken.

Bei Neurodermitis und Schuppenflechte wird Sie Ihr Hautarzt über mögliche Pflegemaßnahmen unterrichten – Sie werden allerdings eventuell verschiedene Produkte probieren müssen, bis Sie die zu der Haut Ihres Kindes passenden Pflegemaßnahmen herausgefunden haben. Darüber hinaus reagieren Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte häufig auf bestimmte Trigger wie Stress (Krankheit, besondere Ereignisse wie Einschulung, Geburtstag), Ernährung oder Sonneneinstrahlung: Ein sensibler Umgang mit diesen Auslösern hilft, den Hautschaden zu begrenzen.

Porphyrie und Pemphiguserkrankungen beinhalten meist nicht nur lokale Pflegemaßnahmen, sondern eine dauerhafte systemische Therapie mit Substanzen wie Kortison, die das Immunsystem hemmen.

Impfung schützt vor viralen Infektionskrankheiten

Gerade gegen die viralen Infektionskrankheiten gibt es wirkungsvolle Impfungen, die im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen angeboten werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt derzeit, dass Kinder vor dem 14. Lebensmonat unter anderem mindestens einmal gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken geimpft werden. Durch die Verwendung von Kombinationsimpfstoffen wird die Anzahl der unangenehmen Prozeduren verringert, moderne Impfstoffe sind in der Regel gut verträglich.

Zwar machte sich in den letzten zwanzig Jahren in Deutschland eine zunehmende Impfmüdigkeit bemerkbar, doch haben sich die Durchimpfungsraten für Krankheiten wie Hepatitis B, Haemophilus influenza und Keuchhusten in den letzten fünf Jahren gesteigert. Bei Masern hat der Anstieg der Impfraten leider noch nicht zu einer landesweiten Eliminierung der Masernviren geführt – die Impfraten liegen wegen der oft versäumten Zweitimpfung noch unter 80 Prozent.

Aktualisiert: 20.01.2017 – Autor: Nathalie Blanck

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