Fußpilz (Tinea Pedis) – Ursachen

Fußpilz-Infektion erfolgt oft im Schwimmbad © rawpixel

Fußpilz ist eine Volkskrankheit – schätzungsweise jeder fünfte Deutsche teilt sich Strumpf und Schuh mit dem Fußpilz Trichophyton rubrum. Hat sich dieser extrem widerstandsfähige Pilz einmal in Haut und Nägeln eingenistet, wird man ihn nur schwer wieder los.

Was ist Fußpilz?

Schwimmbäder, Umkleidekabinen, Hotelteppiche – von vielen Menschen besuchte öffentliche Orte sind Hochburgen für Pilzkulturen. Diese tummeln sich besonders gern an feuchten, warmen Orten und werden bereits durch winzige Hautschuppen weiterverbreitet. Zu heiß mögen sie zwar nicht besonders, doch auch dann wissen sie sich zu helfen: In Form von Sporen warten sie zum Beispiel auf Saunabänken auf bessere Lebensbedingungen.

Die Rede ist von Dermatophyten – Pilze, die die Haut und ihre Anhangsgebilde, also Haare und Nägel befallen und dort Krankheiten auslösen können. Für die Pilzinfektion zwischen den Zehen, an den Fußsohlen und den Nägeln sind vor allem Vertreter der Art Trichophyton verantwortlich.

Ursachen von Fußpilz

Man kann den Krankheitserregern kaum aus dem Weg gehen – nahezu überall finden sich die Pilze selbst oder ihre Dauerformen, die Sporen. Besonders häufig infiziert man sich beim Barfußlaufen an Orten, wo sich Pilze auch wegen des Klimas wohlfühlen und viele Menschen ohne Schuhe laufen: Schwimmbad, Sauna, (Hotel-)Dusche. Besonders pikant: Sammelbecken für die Kleinstlebewesen sind auch Fußdesinfektionsanlagen wie sie sich allerorts in Schwimmbädern und Saunen finden.

Doch auch beim Tausch von Schuhen können gleichzeitig unliebsame Mitbewohner den Standort wechseln. So war früher bei der Bundeswehr Fußpilz weit mehr verbreitet als heute – neu aufgenommene Rekruten erhielten Stiefel, die bereits von anderen getragen worden waren. Seitdem neue Schuhe zugeteilt werden, ist die Durchseuchungsrate rückläufig.

Zwar führt nicht jeder Kontakt zur Erkrankung, doch ständig belastete Haut (zum Beispiel durch starkes Schwitzen) kann den Pilzen die Möglichkeit schaffen, sich zu vermehren. Gerade wenn die Füße lange in schlecht belüfteten Schuhen stecken, quillt durch die Feuchtigkeit die Haut zwischen den Zehen und bietet so eine Eintrittspforte für die Fußpilze.

Gefährdete Berufs- und Personengruppen

Aus der oben genannten Gegebenheit rührt auch die englische Bezeichnung "Athlete’s Foot" – schließlich tragen gerade Sportler häufig länger schwitzige Turn- oder Skischuhe. Doch auch Bauarbeiter, Kanalarbeiter oder Bergleute sind besonders gefährdet. Besonders kritisch sind kleine Wunden, eine geschwächte Immunabwehr oder Durchblutungsstörungen. So leiden beispielsweise Diabetiker häufiger an Fußpilz als die Durchschnittsbevölkerung.

Aktualisiert: 13.06.2018 – Autor: Dagmar Reiche

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