Fußpilz (Tinea Pedis) – Vorbeugen

Fußpilz gerade im Schwimmbad vorbeugen © jackmac34

Mindestens genauso wichtig wie die medikamentöse Behandlung sind Allgemeinmaßnahmen – sowohl als begleitende Therapie, als auch zur Vorbeugung, um sich vor Fußpilz zu schützen. Was können Sie tun, um eine Infektion zu verhindern?

Fußpilz vorbeugen

  • Das Wichtigste: Füße trocken und warm halten. Trocknen Sie Ihre Füße nach dem Duschen und Baden gut ab, vergessen Sie dabei nicht die Zehenzwischenräume. Tipp: Nehmen Sie den Föhn zu Hilfe.
  • Wechseln Sie Ihre Handtücher mindestens einmal pro Woche. Benutzen Sie bei vorhandenem Pilzbefall ein eigenes Handtuch für die Füße und wechseln Sie dieses täglich.
  • Tragen Sie kochbare Baumwollstrümpfe, vermeiden Sie Kunstfasern. Wenn Sie zu Fußpilz neigen, legen Sie Leinenstreifen in die Zehenzwischenräume.
  • Lüften Sie Ihre Schuhe, wechseln Sie diese am besten täglich und desinfizieren Sie diese regelmäßig. Vermeiden Sie Schuhe mit einem schlechten Mikroklima (zum Beispiel Sneakers), das die Schweißabsonderung fördert.
  • Barfuß laufen ist zwar gesund und hilft gegen übermäßiges Schwitzen, aber: Tragen Sie in Schwimmbädern, Saunen, Duschkabinen etc. immer "Badeschlappen".
  • Verzichten Sie dort auf die barfüßige Fußdesinfektion. Es nutzt nichts, die Füße wenige Sekunden mit der Flüssigkeit zu benetzen. Stattdessen ist der Boden dort oft besonders verseucht und die verwendeten Desinfektionsmittel können Unverträglichkeitsreaktionen auslösen.
  • Achten Sie darauf, dass keiner in der Familie Fußpilz hat – ein Träger reicht bereits, um mehr als genügend pilzverseuchte Hautschuppen im Haus zu verteilen und die Familienmitglieder anzustecken.

Praktische Fußpilz-Tipps

Leiden Sie immer wieder unter Fußpilz und ist ein "Pilzträger" in der Familie ausgeschlossen, sollte nach zugrunde liegenden Störungen wie eine Zuckerkrankheit oder Durchblutungsstörung gefahndet werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Sie können Ihre Füße regelmäßig mit Thymian- oder Teebaumöl massieren – möglicherweise beugt das erneutem Pilzbefall vor und fördert auf jeden Fall die Durchblutung. Einen ähnlichen Effekt haben auch regelmäßige Wechselfußbäder, am besten mit etwas Apfelessig im Wasser.

Falls Sie zu Schweißfüßen neigen, können Sie dem Bad auch Eichenrinde oder Salbeitee zusetzen. Letzterer reduziert auch – regelmäßig getrunken – die allgemeine Schwitzneigung.

Aktualisiert: 01.10.2020 - Autor: Dagmar Reiche

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?