Was kann man bei Verletzungen tun?

Wunden richtig desinfizieren

Warten Sie bis die Blutung aufhört, reinigen Sie verschmutze Wunden mit lauwarmem Leitungswasser (oder auch Mineralwasser), ohne sie mit dem Finger zu berühren.

Desinfizieren können Sie mit Ringelblumenessenz (Verhältnis 1:5 mit warmem Wasser mischen) oder einem Desinfektionsmittel. Dann decken Sie die Wunde keimfrei mit einem Wundschnellverband („Pflaster“) oder einer Gazekompresse ab, die Sie mit einem Heftpflaster befestigen.

Vergessen Sie nicht, den Verband 1- bis 2-mal täglich zu wechseln und dabei zu prüfen, ob die Wunde heilt oder sich entzündet – Hinweise sind Rötung, Erwärmung, Schwellung und Schmerz im Bereich der Wunde.

Gegen den Schreck können Sie übrigens einmal 3–5 Tropfen Rescue-Remedy (Bach-Blüten) nehmen oder Ihrem Kind geben; zur Unterstützung der Heilung das Homöopathikum Arnica D12 (in der 1. Stunde 5 Globuli alle 10 Minuten, danach stündlich).

Tipps zur Wundversorgung

  • Schürfwunden: Lassen sich Steinchen, Sand oder kleine Holzsplitter nicht mit dem Wasser ausspülen, nehmen Sie ein Pinzette zu Hilfe. Homöopathisch hilft Calendula D12 (5 Globuli 2-stdl., ab dem 2. Tag 3-mal tgl.).
  • Platz-, Quetsch-, Risswunde: Kleine Wunden (bis etwa ½ Zentimeter ) können Sie selbst versorgen. Manchmal hilft Abdrücken, um die Blutung schneller zum Stoppen zu bringen. Tupfen Sie die Wunde mit einem sauberen Tuch ab und bringen Sie die Wundränder mit Klammerpflaster spannungsfrei aneinander. Homöopathisch hilft Calendula D12 (5 Globuli 2-stdl., ab dem 2. Tag 3-mal tgl.).
  • Eine kleine Bisswunde können Sie mit einer Seifenlösung (Kernseife) reinigen, dann steril abdecken – beim geringsten Entzündungszeichen sollten Sie zum Arzt (bei größeren oder tieferen Bisswunden sowieso). Homöopathisch hilft Ledum D12 (5 Globuli 2-stdl., ab dem 2. Tag 3-mal tgl.).
  • Schnittwunden: Kleinere, saubere Schnittwunden versorgen Sie genauso; bei größeren oder solchen, die mit Bewegungseinschränkungen z. B. des Fingers einhergehen, ab zum Arzt. Homöopathisch hilft Staphisagria D12 (5 Globuli 2-stdl., ab dem 2. Tag 3-mal tgl.).
  • Splitter, Stachel: Ziehen sie ihn mit einer spitzen Pinzette heraus, manchmal funktioniert das besser, wenn Sie den betroffenen Körperteil vorher eine Viertelstunde in einem warmen Seifenbad einweichen. Noch ein Tipp: Zugsalbe auftragen und Pflaster drauf – am nächsten Tag erneut versuchen. Hilft das alles nichts, muss der Arzt ran. Homöopathisch hilft Silicea D12 (5 Globuli 2-mal tgl.).

Achtung: Unabhängig davon, ob eine Verletzung groß oder klein ist – ein Wundstarrkrampf (Tetanus) ist immer möglich. Deshalb ist eine Schutzimpfung gegen diese Infektion für Kinder und Erwachsene wichtig! Vergessen Sie also nicht die Auffrischimpfung. Und suchen Sie den Arzt auf, wenn Sie sich nicht über Ihren aktuellen Schutzstatus sicher sind.

Was in einer Hausapotheke griffbereit sein sollte

  • Mittel zur Wunddesinfektion
  • Wundheilsalbe, Gel gegen Verbrennungen (meist in Kombination gegen Insektenstiche erhältlich)
  • Kühlkissen (im Kühlschrank aufbewahren)
  • Sortiment an Verbandmaterial: sterile Kompressen, Mullbinden, Wundheilverband (Pflaster), Fixierpflaster, Einmalhandschuhe, elastische Binden, Dreiecktuch zur Ruhigstellung von Gelenken
  • kleine Schere, Pinzette zum Entfernen von Fremdkörpern

Aktualisiert: 26.10.2017 - Autor: Dagmar Reiche

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