Lifeline Logo

Nebenwirkungen der AIDS-Therapie

Durch die Einnahme von AIDS-Medikamenten kann es zu vielfältigen Nebenwirkungen kommen. Welche Nebenwirkungen genau auftreten, ist individuell verschieden und vor allem von den eingenommenen Medikamenten abhängig. Generell gilt, dass viele Medikamente heutzutage besser verträglich sind als noch vor einigen Jahren. Dadurch ist eine Therapie mittlerweile mit deutlich weniger Nebenwirkungen verbunden. Wie sich die Einnahme neuerer AIDS-Medikamente langfristig auf die Gesundheit der Patienten auswirkt, muss allerdings noch abgewartet werden.

Generell wird bei den Nebenwirkungen einer AIDS-Therapie zwischen Kurz- und Langzeitnebenwirkungen unterschieden. Zu den Kurzzeitnebenwirkungen zählen Symptome wie

  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Die Beschwerden sind meist gut behandelbar und lassen in der Regel nach einigen Wochen wieder nach.

Langzeitnebenwirkungen der Behandlung

Langfristig wurden durch die Einnahme von Medikamenten gegen HIV Nebenwirkungen wie Organschäden sowie Nervenentzündungen und damit verbunden Sensibilitätsstörungen beobachtet. Eventuell wird durch die Medikamente auch die Entstehung von Erkrankungen wie Osteoporose oder Diabetes gefördert.

Bei vielen AIDS-Patienten wird durch die Behandlung außerdem der Fettstoffwechsel gestört. In der Folge können die Blutfettwerte ansteigen, sodass ein höheres Risiko für Arteriosklerose und somit auch für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt besteht. Darüber hinaus können auch Hautausschläge und depressive Verstimmungen zu den Folgen einer HIV-Therapie gehören.

Bei vielen Patienten tritt außerdem eine Störung der Fettverteilung im Körper auf, durch die eine Umschichtung des Körperfettes erfolgt. Häufig kommt es zu einer Fettanlagerung an Bauch und Nacken einerseits und einem Schwund von Unterhautfettgewebe an Armen, Beinen und im Gesicht andererseits.

Nebenwirkungen behandeln

Einige Nebenwirkungen, die im Rahmen einer AIDS-Therapie auftreten, können selbst wiederum durch Medikamente behandelt werden. Damit keine Wechselwirkungen auftreten, müssen die verschiedenen Medikamente umständlich aufeinander abgestimmt werden.

Es muss sichergestellt werden, dass durch weitere Mittel die Wirksamkeit der AIDS-Medikamente nicht herabgesetzt wird. Um den Erfolg der Behandlung nicht zu gefährden, ist es deswegen ungemein wichtig, dass sich die Patienten genau an die Vorgaben des Arztes halten.

Aktualisiert: 17.03.2017 – Autor: Kathrin Mehner

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?