Herpangina

Untersuchung von Kind mit Herpangina © istockphoto, AlexRaths

Herpangina, auch Zahorsky-Krankheit genannt, betrifft in erster Linie Kinder. Ihr Kind oder Baby hat Fieber und Bläschen im Mund, Schluckbeschwerden, aber keinen Mundgeruch? Ihm ist übel und es hat Bauchschmerzen? Besonders im Sommer und Herbst werden Kinder und Babies von dieser meist harmlosen Virus-Infektion befallen. Die Krankheit wird durch ihren Namen, Herpangina, recht gut beschrieben: 2–3 mm große Bläschen, die aussehen wie Lippenherpes, sich aber im hinteren Rachenraum befinden und so zu Schmerzen und Schluckstörungen wie bei einer Mandelentzündung (Angina tonsillaris) führen.

Ursachen: Wie entsteht die Herpangina?

Erreger sind Coxsackie-A-Viren, die über Trinkwasser und verunreinigte Lebensmittel übertragen werden. Zunächst vermehren sie sich im Rachen und Magen-Darm-Trakt und führen zu entsprechenden Beschwerden. Sehr selten gelangen sie auf dem Blutweg in andere Organe und rufen dort Symptome hervor. Besonders gefährlich sind Entzündungen von Hirnhäuten oder Gehirn.

Welche Symptome zeigt die Infektion?

Die Beschwerden beginnen etwa zwei bis sechs Tagen nach der Ansteckung mit hohem Fieber und meist stark beeinträchtigtem Allgemeinbefinden. Im hinteren Rachenbereich bereitet sich ein samtartiges Gefühl aus, bedingt durch die Entzündung. Die kleinen Bläschen platzen noch kurzer Zeit und zerfallen zu in schmerzhaften Geschwüren. Neben den Schluckbeschwerden treten auch Übelkeit und Bauchschmerzen auf. Nach einer, spätestens zwei Wochen ist in der Regel alles überstanden.

Therapie: Was Sie tun können?

Der Arzt wird die Verdachtsdiagnose fast immer anhand typischer Symptome stellen können. Eine ursächliche Therapie gegen Herpangina (Zahorsky-Krankheit) gibt es nicht. Mit einigen Maßnahmen lassen sich allerdings die Beschwerden lindern:

  • Vermeiden Sie Saures und scharf Gewürztes.
  • Wichtig ist eine ausreichende Flüssigleitsaufnahme trotz der Beschwerden – geeignet sind Milch oder Trinkjoghurt, milde Brühe, Suppe oder Brei, nicht dagegen Säfte (wegen der Fruchtsäure).
  • Dreimal täglich gurgeln mit lauwarmem Salbei-, Kamillen- oder Malventee (2 TL Blätter bzw. -blüten auf 250 ml Wasser, 5–10 Min. ziehen lassen), hilft gegen die Schmerzen und Entzündung; Alternative ist eine Mundspülung mit ätherischen Ölen.
  • Honig lindert die Schmerzen und hemmt die Entzündung.
  • Bei stärkeren Schmerzen kann der Arzt Medikamente zur lokalen Betäubung der Mundschleimhaut verschreiben; auch Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen helfen.

Aktualisiert: 04.06.2012 – Autor: Dagmar Reiche

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