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Herpangina - Gut zu wissen

Gut zu wissen

Gelbe Beläge auf den Mandeln sprechen für eine zusätzliche bakterielle Infektion. Suchen Sie dann erneut den Arzt auf, da dieser evtl. Antibiotika verschreiben muss. Entwickeln sich Symptome wie starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und Benommenheit, deutet dies auf eine Ausbreitung der Erreger hin – der Arzt sollte unverzüglich aufgesucht werden.

Eine verwirrende Verwandtschaft

  • Die Gruppe der Coxsackie-, ECHO- und Enteroviren ist recht kompliziert, ihre Bezeichnung in den letzten Jahren in ständigem Fluss (sodass mitunter sogar die Fachleute unsicher werden). Häufig werden sie in einen Topf geworfen. Sie haben eines gemeinsam: Sie verursachen keine Infektionskrankheiten an einem Organ, sondern lösen zahlreiche unterschiedliche Symptome an vielen Körperstellen aus und sie werden durch Schmutz- und Schmierinfektionen ("fäkal-oral“) übertragen.
  • Neben der Herpangina und anderen Infektionen des Rachenraums können diese Viren z.B. Infektionen des Magen-Darm-Traktes, Muskelentzündungen, die Sommergrippe, Haut- oder Augeninfektionen hervorrufen. Auch für die Zuckerkrankheit Typ 1 werden Coxsackie-(B-)Viren verantwortlich gemacht.
  • Recht häufig gerade bei Kindern ist auch die harmlose Hand-Mund-Fuß-Krankheit, die durch die gleiche Untergruppe wie die Herpangina ausgelöst wird. Sie äußert sich durch Bläschen an Händen, Füßen und im/am Mund und evtl. leichtes Fieber. Das Allgemeinbefinden ist nicht oder kaum beeinträchtigt. Auch hier ist nach spätestens zwei Wochen alles vorbei. Das therapeutische Vorgehen ist wie bei der Herpangina.

Aktualisiert: 20.01.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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