Fuchsbandwurm – Behandlung und Vorbeugung

Eine Infektion wird durch Röntgen, Ultraschalluntersuchung oder Computertomographie und Kernspintomographie nachgewiesen. Eine genaue Diagnose erhält man jedoch nur,wenn spezifische Antikörper im Blut nachgewiesen werden. Die Zyste muss chirurgisch entfernt werden. Gefährlich wird dies erst, wenn die Zystenwand platzt, dann kann es zu einer "Aussaat" der Parasiten kommen.

Eine Chemotherapie kann mit Mebendazol, einem wirksamen Medikament bei Wurmerkrankungen, durchgeführt werden. Da damit jedoch nur das weitere Parasitenwachstum gehemmt wird, der Parasit selbst aber meist nicht vernichtet werden kann, ist dieses Verfahren nur für Patienten gedacht, die nicht operiert werden können.

Hygiene als Vorbeugemaßnahme

Anhand von Blut- und Stuhluntersuchungen, gegebenenfalls Röntgen, kann der Arzt eine Wurminfektion feststellen. Die Entwurmung erfolgt fast immer mit Hilfe entsprechender Medikamente, falls nötig auch operativ: so werden Bandwurmzysten entfernt.

Ist ein Kind betroffen, empfiehlt es sich, auch den Rest der Familie untersuchen zu lassen. Hygiene, das kann man nicht oft genug betonen, ist der beste Infektionsschutz für den Menschen.

Hunde und Katzen, die in der Nähe von Fuchspopulationen, also in ländlichen Gebieten, gehalten werden, sollten regelmäßig entwurmt werden. Der Tierarzt verabreicht ein spezielles gegen den Fuchsbandwurm wirksames Medikament. Haustiere sollte man ohnehin regelmäßig – alle zwei bis drei Monate auf Würmer untersuchen lassen und wenn nötig entwurmen.

Vorsichtsmaßnahmen im Urlaub

Um einer Gesundheitsgefährdung durch diese Parasiten vorzubeugen, sollten gerade im Urlaub besondere Vorsichtsmaßnahmen für Mensch und Tier eingehalten werden:

  • Vorsicht beim Verzehr ungewaschener Früchte, Gemüse etc.
  • Kontakt zu streunenden Hunden meiden
  • Hunde von Schlachtungen fernhalten
  • Tiere nach einer Auslandsreise unbedingt entwurmen.

Aktualisiert: 09.03.2017 – Autor: bo

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