Maßnahmen

Was tun?

Für den Schutz gegen eine Besiedlung durch MRSA gelten die üblichen Hygieneempfehlungen für den Umgang mit Lebensmitteln und Tieren. Nach dem Kontakt mit Tieren sowie vor und nach der Zubereitung von rohem Fleisch sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Zudem sollte man vermeiden, Tiere und rohes Fleisch mit dem Mund zu berühren.

Welche Lebensmittel sind sicher?

Grundsätzlich sicher sind alle wärmebehandelten Lebensmittel wie pasteurisierte Milch, gebratenes oder gekochtes Fleisch. Allerdings dürfen die Lebensmittel nach der Wärmebehandlung nicht erneut verunreinigt werden.

Schutzmaßnahmen in der Klinik

Stellt man in einer Klinik eine Infektion mit MRSA fest, wird der Patient immer isoliert. Für das Krankenhauspersonal gilt, dass nach jedem Kontakt die Hände desinfiziert werden, Schutzmasken und Schutzkittel sind Pflicht, denn nur so kann ein Ausbreiten auf andere Kranke verhindert werden. Besucher hingegen, die gesund sind, haben nichts zu fürchten, denn die Übertragung erfolgt durch Kontakt, seltener durch Tröpfchen.

Auf einem Merkblatt zur Krankenhaushygiene im Klinikum der Universität zu Köln werden weitere Maßnahmen erläutert. So werden die Nasenvorhöfe der Patienten mit Mupirocin-Salbe behandelt, um die Besiedelung der Nase mit MRSA zu beseitigen. Ist der nachgewiesene MRSA-Stamm auch gegen Mupirocin resistent, sollte umgehend mit der Krankenhaushygiene Kontakt aufgenommen werden. In der Fachsprache der Kliniken werden dann weitere "Sanierungsmaßnahmen" in Zusammenarbeit u.a. mit der Krankenhaushygiene festgelegt.

Behandlung von MRSA

Es gibt zur Behandlung so genannte Reserveantibiotika, die zur Therapie von MRSA eingesetzt werden können. Nach der Behandlung werden an drei Tagen Abstriche aus beiden Nasenvorhöfen, der perianalen Region und von allen Stellen, an denen MRSA zuvor nachgewiesen wurde, genommen, ebenso von offenen Wunden oder auffällig veränderten Hautarealen.

Sind alle Abstriche MRSA-frei, kann der Patient aus der Isolation entlassen werden. Die Entlassung eines Patienten nach Hause kann auch bei MRSA-Nachweis erfolgen, wenn die Angehörigen keine Risikofaktoren aufweisen und der Hausarzt die weitere Betreuung übernimmt.

MRSA bei Tieren

Was die Übertragung vom Tier auf den Menschen angeht, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Personen, die aufgrund ihres Berufes häufig Kontakt mit Schweinen haben, haben auch ein höheres Risiko, dass sich MRSA bei ihnen ansiedeln. Erkrankungsfälle mit Haut- und Wundinfektionen oder Atemwegserkrankungen mit vom Tier stammenden MRSA wurden bisher nur selten beobachtet.

"Haustiere wie Hunde und Katzen sind einem erhöhten Besiedlungsrisiko ausgesetzt, wenn sie in Tierkliniken behandelt werden müssen. Hier wirken dieselben Faktoren wie beim Menschen in Krankenhäusern: Wo viele Tiere mit unterschiedlichen Erkrankungen zusammentreffen, ist der Infektionsdruck hoch. Keime, die gegen häufig eingesetzte Antibiotika unempfindlich sind, sind gegenüber empfindlichen Keimen im Vorteil und können somit weitere Tiere besiedeln und gegebenenfalls krank machen."

Aktualisiert: 23.10.2017 – Autor: bo

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?