Kniebeschwerden adé

Das Kniegelenk ist nicht nur das komplizierteste, sondern auch eines der am meisten beanspruchten Gelenke. Schmerzen im Knie sind für fünf bis zehn Millionen Menschen in Deutschland Alltag. Im Interview: Dr. Hans-Joachim Poetsch, DAK-Experte und Facharzt für Chirurgie und Chirotherapie.

Herr Dr. Poetsch, was sind Auslöser von Knieproblemen?

Zum einen sind es oft Sportarten, die risikobehaftet sind, wie beispielsweise Fußball, Tennis oder alpiner Skilauf. Denn schnelle Stopps und Richtungswechsel sind eine echte Belastungsprobe für unsere Knie. Andererseits können aber auch Übergewicht und Bewegungsarmut Auslöser für Verschleißerscheinungen sein.

Ist am Ausspruch "Sport ist Mord" also doch etwas dran?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Jede Art von Bewegung tut unserem Körper gut. Sie muss aber wohl dosiert und präzise sein. Wer sich selbst nicht überschätzt und nicht voll auf Risiko spielt oder fährt, tut seinen Knien auf jeden Fall Gutes. Denn der beste Schutz für das Kniegelenk ist eine gekräftigte Beinmuskulatur. Wer bereits Probleme mit den Knien hat, sollte auf die richtige Sportart achten, damit diese sich nicht verschlimmern.

Und welche Sportarten eignen sich?

Mäßiges Fahrradfahren, Rückenschwimmen, Skilanglauf, Gymnastik, Walking, Wandern oder Tanzen sind Sportarten, die für die Knie ein geringes Risiko darstellen.

Welche Tipps geben Sie in puncto gesunde Knie?

Grundsätzlich gilt es, die Knie zwar möglichst wenig zu strapazieren, aber auch ausreichend zu bewegen. Übergewicht sollte vermieden werden, ebenso wie langes Stehen. Beim falschen Heben leidet übrigens nicht nur der Rücken, sondern auch die Knie. Daher sollte der Oberkörper unbedingt nach vorne geneigt und der Rücken gerade gehalten werden. Und: Auch hohe Absätze können Knie-Killer sein, da sie den Druck auf die Kniescheibe erhöhen.

Aktualisiert: 31.05.2017

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