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Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Mann mit Bauchspeicheldrüsenkrebs © istockphoto, AntonioGuillem

Bösartige Tumoren der Bauchspeicheldrüse sind zwar relativ selten, haben aber eine schlechte Prognose. Das liegt vor allem daran, dass sie meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt werden. Leider besteht bei Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) nur in wenigen Fällen Aussicht auf Heilung. Fast immer entstehen bösartige Tumoren in der Bauchspeicheldrüse durch Entartung der Schleimhautzellen der Drüsengänge. Nur in etwa fünf Prozent der Fälle liegen sogenannte endokrine Tumoren vor, die von den im gesamten Gewebe verstreut liegenden Langerhans-Inseln ausgehen und Hormone produzieren.

Häufigkeit von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Etwa 10.000 Menschen erkranken jährlich neu an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Betroffen sind vor allem Menschen zwischen dem 65. und 80. Lebensjahr, Männer und Frauen nahezu gleich häufig. Bei Männern liegt das Pankreaskarzinom in Deutschland an 10. Stelle aller Krebserkrankungen, bei Frauen an neunter.

Etwa drei Prozent aller Krebserkrankungen sind bösartige Neubildungen in der Bauchspeicheldrüse, aber sechs bis sieben Prozent aller krebsbedingten Todesfälle gehen auf ihr Konto. Sie sind damit bei Männern und Frauen die vierthäufigste Krebstodesursache.

Pankreaskarzinom: Aussicht auf Heilung gering

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs besteht kaum Aussicht auf Heilung, über 90 Prozent der Betroffenen sterben innerhalb von fünf Jahren nach Diagnosestellung. Pankreaskrebs gehört damit zu einer der Krebsarten mit der schlechtesten Prognose.

Ursachen von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Zwar ist noch nicht geklärt, welche Ursachen genau zu den bösartigen Wucherungen führen. Allerdings werden etliche Risikofaktoren verdächtigt, die Wahrscheinlichkeit für ein Pankreaskarzinom zu erhöhen:

  • Dazu gehören vor allem Tabak- und Alkoholkonsum.
  • In Verdacht steht auch eine Ernährung, die reich an tierischen Fetten und arm an Obst und Gemüse ist.
  • Auch eine Zuckerkrankheit und immer wiederkehrende Entzündungen der Bauchspeicheldrüse erhöhen vermutlich das Risiko.
  • Daneben spielen Erbfaktoren eine Rolle, auch Umweltfaktoren wie Unkrautvernichtungsmittel, Schwermetalle und Autoabgasen haben möglicherweise eine negativen Einfluss.
  • Auch Menschen, die sich einer Magenoperation unterzogen haben, scheinen häufiger von einem Bauchspeicheldrüsenkrebs betroffen zu sein.

Aktualisiert: 10.01.2020 – Autor: Dagmar Reiche

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