Brustkrebs – Ursachen und Risikofaktoren

Weibliche Brust mit Brustkrebs © istockphoto, AtnoYdur

Nach wie vor ist nicht geklärt, wie genau Brustkrebs respektive ein Mammakarzinom entsteht. Allerdings sind Risikofaktoren für Brustkrebs bekannt, die zum Krebswachstum beitragen können. Viele dieser Brustkrebs begünstigenden Faktoren stehen in erkennbarem Zusammenhang mit den weiblichen Geschlechtshormonen. Dazu gehören frühes Einsetzen der Regelblutung, Kinderlosigkeit oder höheres Alter bei der ersten Schwangerschaft (über 30 Jahre) und der späte Beginn der Wechseljahre. Umgekehrt gelten mehrere Geburten oder Geburten in jüngeren Jahren sowie längere Stillzeiten als Faktoren, die das Risiko für Brustkrebs mindern.

Risikofaktoren und Ursachen bei Brustkrebs

Ovulationshemmer wie die Pille und die Hormonersatztherapie (HRT) mit Östrogenen und Progesteron während der Wechseljahre sollen dagegen das Risiko für Brustkrebs steigern. Nach dem Absetzen der Hormone soll das Risiko für eine Brustkrebserkrankung jedoch auch wieder sinken. Ob durch die Hormone allerdings ein Tumor ausgelöst wird oder ein bereits vorhandener Tumor durch die Hormoneinnahme nur schneller wächst, ist bislang umstritten.

Daneben kann auch eine ausgeprägte Masthopathie (Veränderung der Brustdrüse) mit Zysten und Knötchen im Brustgewebe der Entwicklung von Brustkrebs (Mammakarzinom) Vorschub leisten.

Weitere mögliche Ursachen

Weitere ungünstige Faktoren für Brustkrebs, die zugleich Ursachen sein können, sind:

  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • größere oder regelmäßige Mengen an Alkohol

So steigt beim täglichen Konsum von zehn Gramm Alkohol das Brustkrebsrisiko bereits um zehn Prozent.

Darüber hinaus spielt vermutlich auch das Alter eine Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs: Frauen, die das 50. Lebensjahr überschritten haben, besitzen ein deutlich höheres Brustkrebsrisiko, da bei ihnen Fehler in der Zellteilung wahrscheinlicher werden.

Die Ernährung scheint nach dem jetzigen Stand der Forschung dagegen keinen Einfluss auf die Entwicklung von Brustkrebs zu haben.

Einfluss der Gene

Sicher ist der genetische Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs: Sind in der nahen Verwandtschaft (vor allem bei der Mutter oder Schwester) Erkrankungen aufgetreten, ist das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, etwa zwei- bis dreimal so hoch wie bei einer Frau ohne erkrankte nahe Verwandte. Dies gilt selbst dann, wenn die bisher bekannten "Brustkrebsgene" (BRCA, BARD, AKAP) nicht nachgewiesen werden.

Ist eine Frau an einer Brust bereits an Brustkrebs erkrankt, so nimmt das Erkrankungsrisiko für die andere Brust zu. Wie stark das Risiko genau ansteigt, ist unter anderem von Sitz und Art des Tumors sowie der Behandlungsart abhängig.

Aktualisiert: 12.09.2019 – Autor: Dagmar Reiche

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