Magenkrebs – Symptome und Diagnose

Magenkrebs bleibt häufig lange unentdeckt. Das liegt an für diese Krebsart typischen Symptomen, die oftmals als ungefährliche Bauchschmerzen betrachtet werden. Daher meiden Betroffene oft zunächst den Arztbesuch und die Diagnose kann dementsprechend erst spät gestellt werden. Die Diagnostik erfolgt in der Regel in Form einer Magenspiegelung mit Gewebeentnahme. Im Folgenden erhalten Sie detaillierte Informationen zu Anzeichen und Diagnostik von Magenkrebs. 

Wie äußert sich Magenkrebs?

Typisch ist, dass Magenkrebs längere Zeit entweder gar keine oder nur unbestimmte Beschwerden und somit auch keine deutlichen Anzeichen verursacht. Die ersten Symptome werden oft zunächst (über Monate bis Jahre) auf einen empfindlichen Magen geschoben und damit wird die Diagnose Magenkrebs erst relativ spät gestellt.

Anzeichen von Magenkrebs

Treten eines oder mehrere der folgenden Symptome anhaltend oder immer wiederkehrend auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden:

  • neue Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel (insbesondere gegen Fleisch)
  • empfindliche Reaktion des Magens auf bisher gut vertragene Speisen wie beispielsweise Kaffee oder Obst
  • Sodbrennen oder Aufstoßen
  • Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen
  • Völlegefühl oder ein aufgeblähter Bauch (vor allem nach dem Essen)
  • Druckgefühl oder Schmerzen im Oberbauch
  • Appetitlosigkeit
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Leistungsminderung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit (auch bedingt durch schleichende Blutverluste und eine folgende Blutarmut)
  • Schluckbeschwerden

Seltene oder späte Symptome sind:

  • Erbrechen eventuell mit Blut (ähnelt dem Aussehen von Kaffeesatz)
  • schwarzer Stuhl (durch Magenblutungen)
  • Wasseransammlungen im Bauch

Magenkrebs: Wie wird die Diagnose gestellt?

Wie üblich wird der Arzt zunächst Fragen zu Beschwerden, Vorerkrankungen und möglichen Anzeichen für Magenkrebs stellen. Dann schließt sich eine körperliche Untersuchung an, die sich vor allem auf Veränderungen im Bauchraum und tastbare Lymphknotenvergrößerungen konzentriert. Besteht der Verdacht auf einen Prozess im Magen, ist die wichtigste Untersuchungsmethode eine Spiegelung von Speiseröhre, Magen und oberem Dünndarm.

Findet sich dabei ein verdächtiger Bezirk, kann daraus direkt eine Gewebeprobe entnommen und zur Untersuchung ins Labor geschickt werden. Auch die Besiedlung mit Helicobacter lässt sich dabei mit bestimmten Tests prüfen. Daneben werden Blut und Stuhl getestet.

Weitere Untersuchungen zur Bestimmung des Tumors

Hat sich die Diagnose bestätigt, folgen weitere Untersuchungen wie Ultraschall und Computertomografie (CT) des Bauchraumes, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs oder eine Szintigrafie der Knochen, um die genaue Lage und Ausbreitung des Tumors und eine konkretere Diagnose zu bestimmen; hat er die Schleimhautgrenze als natürliche Barriere überschritten, breitet er sich relativ schnell in Nachbarorgane wie Milz, Speiseröhre oder Bauchspeicheldrüse aus.

Tochtergeschwülste werden so ebenfalls erkannt – sie bilden sich oft in Lymphknoten oberhalb des linken Schlüsselbeins beziehungsweise im kleinen Becken; aber auch in Knochen, Lunge, Leber und Gehirn. Die genauen Untersuchungen sind wichtig für die Bestimmung von Art und Stadium des Tumors und damit auch für das weitere Vorgehen nach der Diagnose Magenkrebs.

Aktualisiert: 23.04.2019 – Autor: Dagmar Reiche

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