Asthma – Therapie und Medikamente

Bei der Therapie von Asthma bronchiale unterscheidet man zwischen einer vorbeugenden Basistherapie (Dauermedikation) und einer Akuttherapie beim Asthmaanfall (Bedarfsmedikation). Während die vorbeugende Basistherapie durch eine Dauermedikation charakterisiert wird, zeichnet sich die Akuttherapie bei Asthmaanfällen durch eine Bedarfsmedikation aus.

Asthma: Therapieziele

Generelle Ziele unabhänging von der Form der Therapie sind bei der Behandlung von Asthma bronchiale folgende:

  • Symptome verringern oder bestenfalls zum Verschwinden bringen
  • Akute Anfälle verringern, bestenfalls gänzlich verhindern
  • Chronische Entzündung der Atemwege in Schach halten oder vermindern
  • Lungenfunktion stabil halten oder verbessern
  • Lebensqualität erhalten und Einschränkungen im Alltag durch das Asthma verringern oder gänzlich vermeiden
  • Kindern und Jungendlichen eine normale körperliche und geistige Entwicklung ermöglichen

Während einer Therapie muss eine Balance gefunden werden zwischen Wirksamkeit der Medikamente und ihren Nebenwirkungen.

Therapie: Medikamente gegen Asthma

Fast immer setzt sich die Behandlung zusammen aus Bedarfs- und vorbeugenden Medikamenten. Wichtig ist es, vor allem die vorbeugende Therapie ernst zu nehmen – der Gesundheit ist es förderlicher, die Dauermedikation konsequent und regelmäßig einzunehmen als immer erst bei einem akuten Anfall zu reagieren. Ist die vorbeugende Therapie gut eingestellt, sind Bedarfsmedikamente nur noch selten (im besten Fall gar nicht) nötig. Die meisten Medikamente werden während einer Therapie inhaliert – so gelangen sie schnell zum Ort des Geschehens. Im Notfall werden beispielsweise auch Infusionen zur Behandlung von Asthma bronchiale gegeben.

Die Medikamente für eine Therapie werden je nach Schwere des Asthmas vom Arzt individuell zusammengestellt und müssen gegebenenfalls im Laufe einer Therapie immer wieder auf die aktuelle Situation des von Asthma Betroffenen angepasst werden. Prinzipiell unterscheidet man zur Therapie des Asthma bronchiale entkrampfende Mittel (Betamimetika wie Salbutamol, Terbutalin, Formoterol), entzündungshemmende Medikamente (Kortison, Leukotrienhemmer) und Atemwegserweiterer (Theophyllin). Diese Medikamente werden heute auch teilweise als Kombinationspräparate zur Behandlung von Asthma angeboten.

Alternative Behandlung bei Asthma bronchiale

Verfahren der alternativen Medizin lassen sich begleitend einsetzen. Sie können die Symptome bei Asthma bronchiale, die Häufigkeit von Asthmaanfällen und damit den Verbrauch der Medikamente reduzieren. Dazu zählen Methoden, um das Immunsystem zu stärken (Wassertherapie, Mikrobiologische Therapie), die Akupunktur oder eine homöopathische Konstitutionstherapie.

Aktualisiert: 27.04.2018 – Autor: Dagmar Reiche

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