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Lungenödem – Diagnose und Therapie

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die durch die Krankengeschichte und Beobachtung gestellte Verdachtsdiagnose bestätigt sich meist bereits beim Abklopfen und Abhören der Lunge. Das üblicherweise angefertigte Röntgenbild des Brustkorbs weist ebenfalls typische Veränderungen auf, die sich je nach Schweregrad unterscheiden.

Mit einem EKG und einem Herzultraschall (Echokardiografie) lassen sich zum einen Aussagen über evtl. zugrunde liegende Herzerkrankung treffen, zum anderen die Druckverhältnisse in der Lunge und den Gefäßen beurteilen. Mit einer Blutgasanalyse mit Bestimmung von Sauerstoff und Kohlendioxidgehalt im Blut aus Ohrläppchen oder Handgelenk lässt sich herausfinden, wie ausgeprägt die Atemstörung ist.

Welche Therapie gibt es beim Lungenödem?

Die Behandlung des möglicherweise lebensbedrohlichen Krankheitsbildes gehört in jedem Fall in ärztliche Hand im Krankenhaus. Zunächst geht es darum, dem Betroffenen das Atmen zu erleichtern. Dazu wird er zur Entlastung des Herzens mit hochgelagertem Oberkörper und tief hängenden Beinen hingesetzt und es wird Sauerstoff per Nasensonde oder Gesichtsmaske verabreicht.

In sehr schweren Fällen muss der Patient vorübergehend künstlich beatmet werden. Manchmal wird über die Nase Sekret aus den Bronchien abgesaugt. Der Patient erhält ggf. Schmerzmittel; ist er sehr unruhig, können Beruhigungsmittel gegeben werden. Diese können allerdings nicht nur die Ängste, sondern auch die Atmung unterdrücken, weshalb eine engmaschige Überwachung notwendig ist.

Die weitere Therapie richtet sich nach der Ursache des Lungenödems. So werden z.B. bei einer Linksherzschwäche Medikamente gegeben, welche die Belastung für das Herz senken (Nitroglycerin und harntreibende Mittel = Diuretika). Sind Giftstoffe oder Allergien die Auslöser, wird ein Kortisonpräparat verabreicht, bei einer Nierenschwäche ist eine Dialyse angezeigt.

Wie ist die Prognose?

Der Verlauf des Lungenödems selbst ist bei entsprechender, schneller Behandlung im Allgemeinen gut. Selten bildet sich eine Lungenentzündung aus. Die Gesamtprognose für den Betroffenen hängt allerdings von der Grunderkrankung ab.

Aktualisiert: 16.12.2016 – Autor: Dagmar Reiche

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