Magenschmerzen - Was tun?

Frau mit Magenschmerzen © istockphoto, OcusFocus

Liegt keine ernsthafte Erkrankung vor, kann eine Reihe von Hausmitteln gegen Magenschmerzen helfen. Sind psychische Probleme die Ursache, sollten dringend die Lebensumstände geändert werden, nicht nur, weil letztlich auch Stress und Belastung zu Magengeschwüren führen können. Vermeiden Sie Hektik sowohl auf der Arbeit (möglichst keinen Schichtdienst) als auch im privaten Umfeld, sorgen Sie ebenso für Ruhe und Entspannung wie für ausgleichenden Sport (etwa Yoga oder Tai Chi) und helfen Sie Ihrer angeknacksten Seele eventuell mit Bachblüten auf die Sprünge.

Psychotherapie bei Depressionen

Liegen Depressionen oder andere Ursachen vor, die nicht in einer vorübergehenden Phase begründet sind, sollten Sie unter Umständen eine Psychotherapie in Erwägung ziehen. Generell gilt es, die Magenschmerzen auslösenden Faktoren zu vermeiden und eventuell ein bis zwei Tage Bettruhe zu halten.

Hausmittel gegen Magenschmerzen

  • Kräutertees: Koriander, Kamille, Basilikum Blätter, Kümmel, Fenchel, Ingwer, Anis und Melisse beruhigen den Magen und den Verdauungstrakt und lassen sich je nach Belieben zu Teekreationen verarbeiten oder als fertige Teemischungen kaufen.
  • Wärme: Eine Wärmflasche auf dem oberen Bauch kann Magenschmerzen vertreiben.
  • Regelmäßige Mahlzeiten: Essen Sie zu festen Zeiten, vermeiden Sie üppiges Schlämmen und versuchen Sie, nicht ständig zwischendurch etwas zu knabbern.
  • Verzicht auf Süßes: Versuchen Sie, sich möglichst zuckerfrei zu ernähren.
  • Stilles Wasser: Trinken Sie gleich nach dem Aufstehen ein Glas lauwarmes Wasser aus oder lösen Sie eine Messerspitze Natron im Wasser auf.
  • Magendübler: Artischockensaft, frischer Kohlsaft oder ein kleiner Magenbitter nach einer schweren Mahlzeit erleichtern die Verdauung.
  • Sanddorn: Dreimal am Tag ein halber Teelöffel Sanddorn aus der Apotheke hilft gegen Magenkrämpfe
  • Essigwickel: Essig in eine Schüssel heißes Wasser geben und ein Handtuch eintauchen. Das ausgewundene Tuch für eine Viertelstunde auf den Bauch legen.
  • Kartoffeln: Essen Sie Kartoffelsuppe oder frischen Kartoffelbrei.

Ernährung bei Magenschmerzen

Bei ernährungsbedingten Magenschmerzen lohnt sich eine Umstellung des Speiseplans. Verzichten Sie weitestgehend auf fette Speisen und üppige Mahlzeiten, meiden Sie übermäßigen Konsum von Fleisch sowie tierischen Produkten und steigen Sie stattdessen auf Vollwertkost sowie Obst und Gemüse um. Beginnen Sie den Tag mit Früchten und vermeiden Sie ein spätes Abendbrot.

Umgehen Sie eine Übersäuerung des Magens (Azidose), indem sie säurereiche Lebensmittel meiden und nur wenig Kohlenhydrate, aber viele Ballaststoffe zu sich nehmen. Auch leichte Suppen (insbesondere fettfreie Hühnersuppe), Salate und naturbelassener Joghurt haben sich als magenschonende Ernährung bewiesen. Achten Sie auf abwechslungsreiche Kost, die mit verdauungsfördernden Gewürzen – beispielsweise Kümmel, Ingwer und Fenchel - angereichert ist.

Zu Beginn der Ernährungsumstellung kann möglicherweise ein individuelles Heilfasten sehr sinnvoll sein, um den Magen-Darm-Trakt zu reinigen. In einigen Fällen müssen weitere Möglichkeiten der Behandlung von Magenschmerzen in Form von Medikamenten zusätzlich erwogen werden.

Aktualisiert: 30.10.2017 – Autor: Daniela Heinisch

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