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Verstopfung bei Kindern

Lange Sitzungen auf dem stillen Örtchen können auch für Kinder ein Problem sein und mit Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen sowie Erbrechen einhergehen.

Wenn es bei den Kleinen "stockt", wird dies am häufigsten durch eine falsche Ernährungsweise hervorgerufen. Dem kann man wie bei Erwachsenen durch eine ballaststoffreiche Kost und ausreichende Flüssigkeitszufuhr vorbeugen. Gerade bei anhaltender Verstopfung ist jedoch immer ärztlich abzuklären, ob eine organische Ursache vorhanden ist. Einige Stoffwechselerkrankungen können sich mit Verstopfung bemerkbar machen.

Maßnahmen gegen Verstopfung

Die allgemeinen therapeutischen Maßnahmen bei funktioneller Obstipation unterscheiden sich nicht von denen der Erwachsenen: ballaststoffreiche Kost, Zufuhr von reichlich kalorienarmer Flüssigkeit sowie viel Bewegung und Sport.

Betroffene Kinder sollten leicht ballaststoffarme und stopfende Nahrungsmittel vermeiden. Hierzu zählen unter anderem Teigwaren, Reis, Weißbrot und auch Fastfood. Zur ballaststoffreichen Kost gehören Gemüse und Obst, Kartoffeln sowie Vollkornprodukte. Hier sind Sie als Eltern gefragt!

Mit Toilettentraining den Stuhlgang trainieren

Eine wichtige Maßnahme für Kinder mit Verstopfung ist ein Stuhltraining in Form von regelmäßigen Toilettenbesuchen. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt über das Toilettentraining, er kann Ihnen sicherlich mit seiner Erfahrung weiterhelfen.

Sauermilch gegen Verstopfung

Sauermilcherzeugnisse haben eine verdauungsregulierende Wirkung und unterstützen eine günstige Darmflora. Sie entstehen mit Hilfe von Milchsäurebakterien aus der Milch, in dem Laktose zu Milchsäure vergärt wird. Zu den Sauermilcherzeugnissen gehören Dickmilch, Buttermilch, Ayran sowie saure Sahne.

Unterstützend können Lactulose, Guar oder Haferkleie wirken. Die individuell verträgliche Menge ist altersabhängig. Fragen Sie Ihren Apotheker nach möglichen Zubereitungsformen. Abführmittel hingegen sollten Kinder mit Verstopfung auf keinen Fall über längere Zeit einnehmen.

Aktualisiert: 11.01.2017 – Autor: Nathalie Blanck

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