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Zahnspangen auch bei älteren Menschen gefragt

Junge Frau mit Zahnspange © istockphoto, eclipse_images

Es ist nie zu spät: Das gilt auch und gerade für die Korrektur des Gebisses. Ein Leben lang lassen sich die Zähne mit Hilfe von Zahnspangen gerade rücken – und immer mehr Erwachsene nutzen die Möglichkeiten der modernen Kieferorthopädie. So wie Ingrid Veldmann. Die 52-Jährige trägt ihre Spange selbstbewusst und ist vom Ergebnis der Behandlung begeistert, wie sie im Interview mit proDente berichtet.

Warum haben Sie sich gerade jetzt für eine Gebisskorrektur mit einer Zahnspange entschieden?

Nachdem mir mit etwa 30 Jahren die Weisheitszähne gezogen wurden, haben sich meine Zähne langsam aber sicher verschoben. Lücken sind entstanden, der Biss stimmte nicht mehr und auch die Optik hat mich sehr gestört. Die Schneidezähne hatten sich nach vorne bewegt und ich hatte immer Lippenstift an den Zähnen, das war sehr unangenehm. Ich habe mich schließlich so unwohl gefühlt, dass ich unbedingt etwas unternehmen wollte. Auch meine Freundin, die Zahntechnikerin ist, hat mir dazu geraten – der Gesundheit meiner Zähne zuliebe. Also habe ich die Kieferorthopädin, die damals gerade meinen Sohn behandelt hat, gefragt, was man da machen kann. Sie hat mir die festsitzende Spange gefertigt, die ich jetzt seit 13 Monaten trage.

Warum ist Ihnen die Korrektur der Zähne so wichtig?

Ich achte immer schon auf meine Zähne – und wenn man selber dafür sorgen kann, dass sie möglichst lange gesund bleiben, soll man das meines Erachtens auch tun. Die verschobenen Zähne lassen sich schlechter pflegen und sind dadurch anfälliger, zudem nehmen sie Schaden durch das falsche Aufeinanderbeißen. Und natürlich geht es auch um Ästhetik, schließlich macht ein schönes Gebiss eine Menge aus, wenn es um den ersten Eindruck auf andere Menschen geht.

Ist Ihnen die Entscheidung für eine Zahnspange schwer gefallen?

Eigentlich nicht. Ich hatte ja ein klares Ziel vor Augen, und der Zeitraum der Behandlung ist absehbar. Ich werde wohl in wenigen Monaten fertig sein, und das Ergebnis ist wirklich beeindruckend. Bei meiner Kieferorthopädin bin ich übrigens längst nicht die älteste Patientin, die ist nämlich schon 70!

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihre Zahnspange reagiert?

In der ersten Zeit haben mich manche Menschen schon sehr verwundert angeschaut, weil sie einfach nicht verstehen konnten, warum jemand in meinem Alter eine Spange trägt. Ich wurde auch darauf angesprochen und danach gefragt. Inzwischen trägt eine Bekannte, die ähnliche Probleme mit ihrem Gebiss hat wie ich, auch eine Spange. Und ich habe in letzter Zeit immer öfter „ältere“ Menschen damit gesehen. Mein Sohn findet’s toll, und wenn ich mein Enkelkind auf dem Arm habe, ist das schon eine lustige Sache, so eine Oma mit Zahnspange.

Und wie fühlen Sie sich selbst mit der Spange?

Ich habe mich recht schnell daran gewöhnt, sie stört mich nicht. Man hat mich allerdings darauf aufmerksam gemacht, dass ich wohl unbewusst beim Lachen die Hand vor den Mund halte – ich möchte eben nicht dauernd auf die Spange angesprochen werden. Etwas unangenehm ist es, wenn Essensreste in der Spange hängen bleiben, dann muss man sich schnell die Zähne putzen. Aber es hat auch sein Gutes: Man schiebt sich nicht mehr unbedacht irgendwelche kleinen Mahlzeiten oder sogar Süßigkeiten in den Mund – und das kommt dann wieder den Zähnen zugute und macht sich ganz nebenbei auch erfreulich auf der Waage bemerkbar.

Würden Sie sich denn wieder für eine Spange entscheiden?

Auf jeden Fall. Das Ergebnis spricht wirklich für sich. Wenn die Zähne an sich in Ordnung sind und nur falsch stehen, sollte man auf jeden Fall die Chance nutzen, das mit einer Spange korrigieren zu lassen. Das verbessert die Zahngesundheit und sieht einfach viel besser aus.

Aktualisiert: 03.04.2014 – Autor: Initiative proDente e.V.

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