Früherkennung von Nierenschäden

Die Nieren sind das "Klärwerk" des menschlichen Körpers. Diese beiden Organe regeln den Wasserhaushalt und sind für die Ausscheidung von Giftstoffen zuständig. Außerdem produzieren die Nieren bestimmte Hormone und regulieren den Blutdruck. Ein untrügliches Zeichen für eine Nierenerkrankung ist Eiweiß im Urin.

Nierenschäden als Folge anderer Krankheiten

Besonders häufig entsteht speziell bei Frauen eine Blasen- und Nierenbeckenentzündung, die so genannte Zystitis. Hierbei steigen Bakterien über die Harnleiter von der Blase in die Nieren auf. Die Früherkennung dieser Infektion ist besonders wichtig, weil eine Nichtbehandlung oder Verschleppung der Krankheit schwere Nierenschäden nach sich ziehen kann, sogar Nierenversagen.

Viele Nierenstörungen sind Folgeerscheinungen anderer Krankheiten wie Entzündungen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Gicht und Autoimmunkrankheiten. Aber auch die ständige Einnahme bestimmter Schmerzmittel oder Antibiotika kann die Nieren schädigen.

Urin-Untersuchung gibt Aufschluss

Mit einer einfachen Urinuntersuchung kann der Arzt die Nierenfunktion überprüfen. Im Labor können bereits kleinste Mengen Eiweiß nachgewiesen werden. Außerdem weiß der Arzt anhand der ausgeschiedenen Giftstoffe, ob eine Nierenstörung vorliegt. Stoffwechselprodukte, die über die Nieren ausgeschieden werden, finden sich bei Störung oder Ausfall der Ausscheidungsfunktion in höherer Konzentration.

Die Vorsorgeuntersuchung Check-up 35, die Versicherte ab dem 36. Lebensjahr alle zwei Jahre kostenlos in Anspruch nehmen können, klärt eventuelle Nierenerkrankungen mit einer unkomplizierten Urinprobe ab.

Aktualisiert: 28.09.2017 – Autor: Infozentrum für Prophylaxe und Früherkennung

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