Gutes für die Gelenke

Gelenke sind die beweglichen Verbindungsstellen von zwei Knochen – und ein wahres Wunderwerk der Natur. Sie ermöglichen die reibungslose Beweglichkeit des Körpers und aller Gliedmaßen in nahezu alle Richtungen. Der raffinierte Aufbau macht aus den Gelenken auch Stoßdämpfer, die große Belastungen der Knochen abfedern. Die Gelenke halten dabei viel aus: Ein Kniegelenk z.B. kann bis 500 kg verkraften, das Hüftgelenk fast das Doppelte.

Aufbau der Gelenke

Die beiden das Gelenk bildenden Knochenanteile sind von der Form so aneinander angepasst, dass der eine Teil meist einer Pfanne, der andere dem hierzu passenden Kopf entspricht. Ist der Pfannenteil schlecht ausgebildet, wie z.B. am Knie, so stabilisieren halbmondförmige Knorpelscheiben die Passform der Knochen – die so genannten Menisken.

Um den Kontakt im Gelenk weich und möglichst reibungsarm zu gestalten, sind die sich berührenden Knochenteile, auch Gelenkkörper genannt, mit einer dünnen Knorpelschicht überzogen. Dieser Knorpel dient sowohl als Gleitfläche als auch zur Abfederung von Stößen.

Die Ernährung des Knorpels erfolgt über die Gelenkflüssigkeit, da er selbst keine Blutgefäßversorgung besitzt. Diese den Gelenkspalt zwischen den Knochenenden ausfüllende Flüssigkeit ist gelartig und hat eine schmierende und stoßdämpfende Wirkung.

Abbau des Knorpels

Mit dem Alter lässt die Elastizität des Knorpels und der Gelenkschmiere nach. Gleichzeitig sinkt auch der Wassergehalt im Knorpel, sodass die Gelenke zunehmend ihre abfedernde Wirkung verlieren. Die einst glatte Oberfläche des Knorpels wird rau, sodass sie auf der anderen Seite des Gelenkes reibt. Dabei beginnt die Knorpelsubstanz, sich bei Bewegung abzureiben und aufzufasern.Im Extremfall kann sich die gesamte Knorpelschicht bis auf die Knochenenden auflösen, sodass die Knochenenden direkt aufeinander reiben.

Diese Gelenkerkrankungen, die aufgrund von Veränderungen des Gelenkknorpels entstehen, werden als Arthrose bezeichnet. Arthrose ist der medizinische Fachbegriff für eine Gruppe rheumatischer Erkrankungen, die als "degenerative rheumatische Erkrankungen" beschrieben wird. Eine Arthrose äußert sich zunächst in einer morgendlichen Steifigkeit des Gelenks.

Die Beschwerden und Schmerzen halten so lange an, bis durch die Bewegung genügend Gelenkschmiere in das Gelenk gelangt ist. Medizinisch wird dies als Anlauf- oder Startschmerz bezeichnet. Besonders betroffen sind die gewichttragenden Gelenke wie Knie und Hüfte. Eine arthrotische Erkrankung des Gelenks wird immer von Über- oder Fehlbelastungen verursacht – der natürliche Alterungsprozess des Knorpels ist nicht dafür verantwortlich.

Folgende Ursachen liegen Über- und Fehlbelastungen zumeist zugrunde:

  • Übergewicht
  • Schlecht verheilende Knochenbrüche
  • Berufliche Überbelastung, z.B. eines Beines
  • Von Geburt an fehlangelegte Gelenkstellungen, z.B. der Hüfte
  • Störungen im Knochenaufbau

Fitte Gelenke mit Glucosamin

Ein zentraler Baustein des Knorpelgewebes ist Glucosamin, ein Aminozucker, der vom gesunden und jugendlichen Organismus aus verschiedenen Bestandteilen der Nahrung hergestellt werden kann. Mit zunehmendem Alter verliert der Körper jedoch die Fähigkeit, Glucosamin aus der Nahrung aufzunehmen. Zudem enthalten heutige Nahrungsmittel wenig natürliche Glucosaminquellen, zu denen Muscheln, Krabben, Shrimps und Hummer zählen. Auch Knorpel und Bindegewebsteile anderer Tiere stehen heute nur noch sehr selten auf dem Speiseplan.

Glucosamin dient auch der Bildung von Synovialflüssigkeit, der so genannten Gelenkschmiere. Als Folge eines Glucosamin-Mangels wird die an sich zähflüssige Gelenkschmiere dünn und wässrig. Auch die Knorpel der Gelenkkapseln schrumpfen und werden spröde. Dies führt letztendlich zu einer Erosion der Knorpelschichten in den Gelenken, was Entzündungen, Schwellungen, Steifigkeit und Schmerzen verursacht.

Gelenkschmerzen: Was tun?

  • Gelenkschonende Sportarten betreiben (Walking, Schwimmen, Radfahren)
  • Vermeiden von fetten Speisen
  • Nicht rauchen, wenig Alkohol
  • Auf’s Gewicht achten
  • Starke Belastungen vermeiden.

Aktualisiert: 31.05.2012 – Autor: gesundheit.de

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