Rheuma – Vorbeugung und Behandlung von Rheuma

Für die Rheuma-Erkrankungen, die eine genetische Ursache haben, sind leider keine vorbeugenden Maßnahmen bekannt. Rückenbeschwerden und Verschleißerscheinungen hingegen werden genau wie Stoffwechselerkrankungen durch richtiges Verhalten vermieden. Dabei stärkt man die Rückenmuskulatur durch Muskeltraining, Fitnessübungen mit Pezziball, Theraband oder am Schreibtisch. Gelenkschonende Sportarten wie Nordic Walking oder Radfahren verbessern die Fitness. Zudem unterstützen Krankenkassen mit Sportprogrammen wie Mobilis oder dem Kinderprogramm Boney jeden, der seine Fitness verbessern will.

Gichtanfälle als typische Zivilisationserscheinung entstehen nach exzessivem Genuss von fettreichem Essen oder Alkoholgelagen – Mäßigung ist hier die beste Vorbeugung. Um Osteoporose vorzubeugen, ist eine kalziumreiche Ernährung gerade bis zum 30. Lebensjahr besonders wichtig, denn bis zu diesem Alter wird Knochenmasse aufgebaut.

Schmerzmittel

Rheumatische Schmerzen werden meist mit Schmerzmitteln behandelt. Bei der Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (das sind die gebräuchlichsten Schmerzmittel) sollte ein Magenschutz verabreicht werden, sonst drohen Magenschleimhautentzündung oder -blutung. Auch Kortison wird als Entzündungshemmer eingesetzt - ein Stoff, der besser als sein Ruf ist.

Bewegungstherapie

Auch wenn jede Bewegung schmerzt, Bewegungstherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Rheumabehandlung: So wird ein Fortschreiten der Bewegungseinschränkung verhindert.

Das künstliche Gelenk

Durch die Krankheit zerstörte Gelenke werden teilweise operativ ersetzt - sei es durch ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk oder durch Bandscheibenprothesen im HWS-Bereich.

Nahrungsergänzung

Daneben ist eine gesunde Ernährung mit viel Vitamin C und E sowie mit Vitamin D und Kalzium besonders hervorzuheben. Collagen-Hydrolysat und Glucosamin sind Nahrungsergänzungen, die den Gelenken helfen - genau wie Enzyme und eine ausgewogene Verteilung von sauren und basischen Nahrungsmitteln. Heilerde- und Fangopackungen helfen den Gelenken bei Entzündungsschüben äußerlich.

Ärzte und Selbsthilfegruppen klären auf

Selbstverständlich gibt es für jede Krankheit ein spezielles Vorgehen mit Medikamenten oder Operationen – nähere Angaben finden Sie bei der jeweiligen Erkrankung. Erarbeiten Sie zusammen mit Rheumatologen, Bewegungstherapeuten und Selbsthilfegruppen ein Therapiekonzept, dass auf Ihre Bedürfnisse und Krankheitsform passt!

Rheumatische Erkrankungen sind oft nicht heilbar, die Beschwerden werden durch die verschiedenen Therapiemöglichkeiten nur gelindert. Daher führt die Krankheit zu einschneidenden Veränderungen in Beruf- und Privatleben. Selbsthilfegruppen geben nützliche Tipps, wie man mit der Situation umgeht und welche Therapieformen es gibt. Adressen der verschiedenen Selbsthilfegruppen finden Sie unter den einzelnen Erkrankungen.

Aktualisiert: 10.02.2017 – Autor: Nathalie Blanck

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