Chronische Schmerzen - Schmerztherapie

Schmerztherapie in drei Stufen

Die klassische Schmerztherapie arbeitet nach wie vor mit Medikamenten. Vor einer erfolgreichen Therapie steht die genaue Diagnose. Der Patient muss gründlich untersucht werden, vor allem aber muss der Schmerz dem ursprünglichen Auslöser zugeordnet werden – das kann Jahre zurückliegen. Der Arzt stellt fest, ob der Schmerz eine körperliche Ursache, zum Beispiel einen Tumor, hat, ob es sich um eine Fehlfunktion der Nerven oder der Schmerzrezeptoren im Gehirn handelt oder ob eine ganz andere Ursache vorliegt.

Auch psychische und soziale Aspekte bezieht der Arzt in die Diagnose mit ein. Bei besonders intensiven chronischen Schmerzen ist es sinnvoll, den Schmerztherapeuten aufzusuchen.

  • Die erste Stufe besteht aus schwachen Schmerzmitteln. Hier sind Medikamentenwirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Diclofenac vertreten.
  • Auf der zweiten Stufe setzt man mittelstarke morphinähnliche Mittel, sogenannte schwache Opiate. Dazu zählen die Wirkstoffe Tramadol, Tilidin und Naloxon.
  • In der dritten Stufe werden Morphin und andere morphinähnliche Schmerzmittel verabreicht. Das sind Wirkstoffe wie Morphinsulfat, Buprenorphin oder Fentanyl.

So verwundert es nicht, dass Schmerzmedikamente die Bestseller in Apotheken sind. Ihr jährlicher Umsatz in Deutschland liegt bei rund 500 Millionen Euro. Die wichtigsten Wirkstoffe heißen Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Paracetamol. Bereits vor rund 2.500 Jahren behandelte Hippokrates Schmerzen und Fieber erfolgreich mit dem bitteren Extrakt der Weidenrinde. Dieser Extrakt enthielt einen hohen Anteil an Salicylsäure, der Urform des heutigen Aspirin. Seitdem wurden Salicylate und später die weiterentwickelte Acetysalicylsäure erfolgreich in der Schmerztherapie eingesetzt.

Aktualisiert: 11.01.2017 – Autor: bo

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