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Eibisch – Anwendung

Eibischblätter und Eibischwurzeln werden zur Behandlung von Schleimhautreizungen des Mund- und Rachenraumes und damit verbundenem Reizhusten eingesetzt. Die Wurzel findet ferner bei der Behandlung von leichten Entzündungen der Magenschleimhaut Anwendung. Eine Kombination mit anderen Stoffen wird allgemein zur Schleimlösung in den Atemwegen verwendet.

Volksheilkundliche Anwendung von Eibisch

In der Volksmedizin werden Insektenstiche durch das Auflegen frischer gequetschter Eibischblätter behandelt. Die Eibischwurzel wurde schon sehr früh als Wurzel beschrieben, "die den Husten in fünf Tagen heilt".

Volksmedizinisch wird die Droge heute gelegentlich auch zur Behandlung von Durchfall und Harnblasenentzündung eingesetzt, wobei dafür keine rechte Begründung existiert.

Verwendung in der Homöopathie

Die homöopathische Anwendung entspricht im weitesten Sinn den bereits genannten Anwendungen von Eibisch.

Inhaltsstoffe von Eibisch

Die Blätter des Eibischs bestehen zu 6-10 % aus Schleimstoffen, wobei der höchste Gehalt in den kurz vor der Blüte geernteten Blättern vorhanden ist. Dies ist in der Regel im Spätherbst der Fall. Von allen verwendeten Teilen des Eibischs enthält die Wurzel jedoch den höchsten Anteil an Schleimstoffen (bis zu 20 %).

Die Schleimstoffe bestehen aus einer komplexen Mischung verschiedener Polysaccharide, darunter Glucuronsäure, Galaktose, Arabinose und Glucane. Auch Flavonoide sind in beiden Pflanzenteilen enthalten.

Eibisch: Welche Indikation?

Bei diesen Indikationen kann Eibisch zur Anwendung kommen:

  • Schleimhautreizung
  • Schleimhautentzündung
  • Reizhusten
  • Entzündungen der Magenschleimhaut
  • Schleimlösung

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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