Hibiskus – Anwendung

Hibiskusblüten werden nur in der Volksmedizin verwendet. Eine Befürwortung der therapeutischen Anwendung kann aufgrund mangelnder Untersuchungen und Belege der Wirksamkeit nicht erfolgen. Von der Kommission E wurden Hibiskusblüten deshalb auch negativ bewertet. Die Anwendung von Hibiskusblüten als Schönungsdroge und Geschmackskorrigens ist jedoch bedenkenlos möglich.

Volksheilkundliche Anwendung von Hibiskus

Hibiskusblüten werden in der Volksheilkunde bei einer breiten Palette von Beschwerden eingesetzt. So verwendet man die Pflanze unter anderem zur Behandlung von Appetitlosigkeit, Erkältungsbeschwerden, Entzündungen der Schleimhäute der oberen Atemwege und des Magens (Katarrhen), Durchblutungsstörungen und Kreislaufbeschwerden. Ferner gelten die Blüten als harntreibendes (Diuretikum) und schleimlösendes Mittel.

In größeren Mengen wirken Hibiskusblüten aufgrund der enthaltenen Fruchtsäuren leicht abführend. Die Blüten sind außerdem in verschiedenen Salben und Abkochungen zur Behandlung von allergischen Entzündungsreaktionen der Haut und anderen Hautleiden enthalten. In der afrikanischen Volksmedizin gilt die Droge als krampflösendes, antibakterielles, galleförderndes und harntreibendes Mittel.

Wässrige Auszüge aus den Blüten sollen ferner den Blutdruck senken und die Gebärmuttermuskulatur entspannen. Hibiskusblüten werden neben der therapeutischen Anwendung jedoch vor allem als säuerliches, koffeinfreies Erfrischungsgetränk verwendet.

Hibiskusblüten in der Homöopathie

Hibiskusblüten werden in der Homöopathie nicht eingesetzt.

Inhaltsstoffe von Hibiskus

Der Hauptbestandteil von Hibiskusblüten sind verschiedene Fruchtsäuren, darunter die für die Pflanze charakteristische Hibiskussäure und daneben Äpfel-, Wein-, Zitronensäure und Vitamin C. Die rote Farbe der Blüten geht auf den Gehalt an Anthocyan zurück. In wässrigen Auszügen kommen ferner bis zu 15 % Schleimpolysaccharide und etwa 2 % Pektine vor.

Hibiskus: Indikationen

In folgenden Fällen wird Hibiskus (nur volksmedizinisch) angewendet:

  • Appetitlosigkeit
  • Erkältung
  • Katarrh
  • Kreislaufbeschwerden
  • Durchblutungsstörungen
  • Hautleiden
  • als Abführmittel

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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